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[Bildunterschrift: Conrad Murray, ehemaliger Leibarzt von Michael Jackson, plädierte auf "nicht schuldig". ]
Der Leibarzt des am 25. Juni 2009 verstorbenen Popstars Michael Jackson muss sich wegen fahrlässiger Tötung verantworten. Bei einer ersten Anhörung vor Gericht plädierte Conrad Murray in Los Angeles auf nicht schuldig. Er soll mit einer Injektion des Narkosemittels Propofol einen Herzstillstand des 50-jährigen Popstars verursacht haben. Der Mediziner habe ungesetzlich, aber ohne "bösartigen Vorsatz" gehandelt, hieß es in einer Erklärung der Distrikt-Staatsanwaltschaft der kalifornischen Metropole. Murray drohen im Falle eines Schuldspruchs bis zu vier Jahre Haft. Die nächste Anhörung soll am 5. April stattfinden.
Die Polizei hatte sieben Monate lang im Todesfall Jackson ermittelt. Murrays Praxen in Las Vegas und Houston wurden durchsucht. Bei der Autopsie von Jacksons Leichnam war nach Justizangaben eine "tödliche Dosis" von Propofol festgestellt worden. Das Mittel wird in der Medizin zur Narkose vor Operationen eingesetzt und soll nur im Krankenhaus verabreicht werden.
Als Schlafmittel ist Propofol laut Experten nicht geeignet. Murray gab in den Verhören stets zu, Jackson Propofol gespritzt zu haben, dies sei aber auf dessen wiederholte und ausdrückliche Aufforderung hin geschehen. Laut Gerichtsunterlagen gab Murray an, nicht der erste Arzt gewesen zu sein, der Jackson Propofol gegeben habe. Jackson litt unter schwerer Schlaflosigkeit, er nahm das gefährliche Mittel als Einschlafhilfe.
Im Gericht hatten sich Jacksons Eltern Katherine und Joe sowie seine Geschwister Tito und LaToya eingefunden. Jacksons Familie hatte bereits vor Tagen kritisiert, dass die Anklage gegen den Arzt nur auf den relativ schwachen Straftatbestand fahrlässige Tötung laute. Eine Anklage etwa wegen Totschlags würde eine schwerere Strafe nach sich ziehen.
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