IWF- und Weltbank-Treffen in Lima | Bildquelle: AFP

UN, Weltbank und Islamische Entwicklungsbank Wer Flüchtlingen hilft, soll etwas davon haben

Stand: 11.10.2015 04:46 Uhr

UN und die Weltbank wollen ihre Mittel für Flüchtlinge aufstocken. Dazu sollen neue Anleihen ausgegeben werden, die für direkte Hilfe oder den Wiederaufbau verwendet werden.

Die Vereinten Nationen, die Weltbank und die Islamische Entwicklungsbank wollen Gelder zur Bewältigung der Flüchtlingskrise über die Ausgabe neuer Bonds einsammeln. Die drei internationalen Organisationen stellten am Rande der Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds in Lima ihren Vorschlag vor.

Weltbankchef Jim Yong Kim  auf dem IWF- und Weltbank-Treffen in Lima | Bildquelle: AP
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Weltbankchef Jim Yong Kim hofft auf "starke globale Partnerschaften" bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise.

Ihre Initiative sieht zum einen vor, Geberländer um Garantien für die Ausgabe von Anleihen für bestimmte Projekte zu bitten - wie für die direkte Flüchtlingshilfe oder den Wiederaufbau. Zum anderen würden von den Gebern Zuschüsse ersucht, um die Leitzinsen der Länder zu senken, die die Hauptlast der Flüchtlingskrise tragen. Details der neuen Finanzierungspläne sollen von einer Arbeitsgruppe aufgestellt werden, die bis kommenden Februar einen Plan für die Umsetzung vorlegen soll.

Weltbank-Präsident Jim Yong Kim sagte, mehr als 15 Millionen Menschen hätten ihr Zuhause verlassen und zu einem massiven Flüchtlingsaufkommen beispielsweise in Jordanien und dem Libanon geführt. Die Vereinten Nationen halten das Geschehen für die größte Flüchtlingskatastrophe seit dem Zweiten Weltkrieg. Um das Ausmaß der Krise zu bewältigen, seien "starke globale Partnerschaften und innovative Finanzierungsmethoden essenziell".

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