Skyline von Mailand im Smog | Bildquelle: AP

Smogalarm in Italien Feuerwerk ist verboten

Stand: 31.12.2015 15:21 Uhr

Italiens Metropolen greifen wegen des zähen Smogs zu weiteren drastischen Maßnahmen: Silvesterböller sind dieses Jahr nicht erlaubt. Auch die Liste der Großstädte mit Fahrverboten wird länger.

Mehrere Städte in Italien haben Silvester-Feuerwerke verboten, um eine bereits hohe Luftverschmutzung nicht zu verschlimmern. Das Verbot gilt unter anderem in Rom und Mailand. Begründet wurde dies nicht nur mit der Luftqualität, sondern auch mit dem Schutz von Tieren.

Italiens Großstädte leiden wegen des warmen und windarmen Wetters bereits seit Tagen unter einer hohen Luftverschmutzung. In Rom und Mailand waren in den vergangenen Tagen schon Beschränkungen für Autofahrer erlassen worden, weil die Werte rechtliche Grenzen überschritten und sich daraus Gesundheitsrisiken ergeben.

Auch Neapel reagierte nun auf die hohe Belastung. Die Stadt verhängte ein Fahrverbot für insgesamt sechs Tage. Ab dem 2. Januar müssen bis zum 8. Januar mit Ausnahme des 6. Januars die Autos im Stadtzentrum zu bestimmten Zeiten stehen bleiben. Zudem wird die Heiztemperatur in öffentlichen Gebäuden bis zum 6. Januar auf 18 Grad begrenzt.

Zwölf Millionen Euro Soforthilfe

Regierungsvertreter wollen mit neuen Maßnahmen gegen die steigenden Werte vorgehen. Dazu gehören unter anderem Geschwindigkeitsbeschränkungen. Die Regierung stellte den Städten zudem für einen Notfallplan gegen den Smog sofort zwölf Millionen Euro zur Verfügung.

In Mailand sanken die Smog-Werte unterdessen wieder. Wegen eines Wetterwechsels mit mehr kalter Luft lagen die gemessenen Werte nur noch zwischen 45 und 59 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft, wie die zuständige Umweltagentur mitteilte. Zuvor war der Grenzwert von 50 Mikrogramm teils deutlich überschritten worden.

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