Retter bergen weitere Überlebende aus einem verschütteten Hotel in den Abruzzen. | Bildquelle: REUTERS

Lawinenunglück in Italien Weitere Überlebende befreit

Stand: 21.01.2017 15:10 Uhr

Am dritten Tag nach dem schweren Lawinenunglück in den italienischen Abruzzen werden weiterhin 23 Menschen vermisst. Neun Überlebende konnten die Helfer aus den Trümmern befreien. Die Helfer arbeiten unter riskanten Bedingungen.

Drei Tage nach dem Lawinenunglück wurden am zerstörten Berghotel Rigopiano in Italien zunächst noch 23 Menschen vermisst. Dies teilte die Präfektur der Provinz Pescara mit. Mindestens fünf Menschen kamen ums Leben. Bislang waren neun Menschen lebend aus Trümmern und Schnee geborgen worden. Zivilschutz-Chef Fabrizio Curcio sagte, dass zwei weitere Überlebende schon entdeckt, aber noch nicht geborgen seien, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete.

Lawine in Italien: Rettung aus dem verschüttetem Hotel
nachtmagazin 00:50 Uhr, 21.01.2017, Ellen Trapp, ARD Rom

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40 Stunden unter Schnee ausgeharrt

Erneut sind in Farindola westlich von Pescara mehr als 100 Rettungskräfte von Feuerwehr, Zivilschutz und Bergwacht im Einsatz. Ihre Arbeit wird allerdings durch schlechtes Wetter erschwert, denn am Gran Sasso Massiv hat es wieder zu schneien begonnen. Umso mehr dürfen die Helfer keine Zeit verlieren. Mindestens vier Kinder sind unter den Geretteten des Unglücks, die mehr als 40 Stunden in dem zerstörten Gebäude unter Schneemassen ausgeharrt hatten.

Die gewaltige Lawine hatte am Mittwoch das Vier-Sterne-Hotel nach einer Erdbebenserie komplett verschüttet und Teile mitgerissen. Trümmer und Möbel wurden in bis zu 400 Metern Entfernung vom Hotel gefunden. Nach Aussage des Hoteldirektors waren bis zu 35 Menschen in dem Gebäude. Es war vermutet worden, dass die Lawine von den Erdstößen ausgelöst wurde, eine offizielle Bestätigung dafür gab es aber bislang nicht. Zwei Personen hatten sich am Mittwoch zum Zeitpunkt des Unglücks im Freien aufgehalten.

Mindestens elf Überlebende nach Lawinenunglück in Italien
tagesschau 17:00 Uhr , 21.01.2017

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Tausende Haushalte ohne Strom

Auch andernorts in Mittelitalien ist die Not weiterhin groß: Wegen des vielen Schnees sind Tausende Haushalte seit Tagen ohne Strom und damit auch ohne Heizung, einige Orte sind von der Außenwelt abgeschnitten. Techniker des Energiekonzerns ENEL arbeiten daran, die Stromversorgung für die etwa 60.000 Menschen wieder komplett herzustellen. Allein am Freitag brachten Einsatzkräfte 120 Menschen in Sicherheit, wie die Feuerwehr mitteilte. Außerdem ist der Zivilschutz dabei, weitere Straßen zu räumen, um seit Tagen von der Außenwelt abgeschnitte Orte zu befreien.

Mit Informationen von Stefan Troendle, ARD-Studio Rom

Lawinenkatastrophe in Italien: 23 Vermisste, keine weiteren Überlebenden
S. Troendle, ARD Rom
21.01.2017 19:27 Uhr

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Über dieses Thema berichtete das nachtmagazin am 20. Januar 2017 um 00:50 Uhr und die tagesschau am 21. Januar 2017 um 17:00 Uhr.

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