Das von der Lawine getroffenen Hotel in einer Luftaufnahme | Bildquelle: AP

Erdbebengebiet in Italien Lawine verschüttet Hotel - wohl viele Tote

Stand: 19.01.2017 11:14 Uhr

Genau in der Region Italiens, in der es gestern erneut ein Erdbeben gegeben hatte, ist ein Hotel von einer Lawine verschüttet worden. In dem Gebäude befanden sich vermutlich etwa 30 Menschen. Die Rettungskräfte befürchten, dass viele von ihnen ums Leben gekommen sind.

Im italienischen Erdbebengebiet hat eine Lawine ein Hotel getroffen. Dabei sind vermutlich etliche Menschen verschüttet worden. "Es gibt viele Tote", sagte ein Sprecher der Rettungskräfte laut Berichten lokaler Medien.

Teile des Hotels, das am Fuße des Gran-Sasso-Massivs liegt, sind eingestürzt. Italienische Medien berichten, dass im Hotel gestern 22 Gäste registriert waren, dazu könnten sieben Mitarbeiter kommen. Die Einsatzkräfte konnten zunächst nur einen Toten und zwei Menschen lebend bergen, sie waren völlig unterkühlt.

Etwa 30 Vermisste nach Lawinenunglück in Italien
tagesschau 12:00 Uhr, 19.01.2017, Christian Limpert, ARD Rom

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Rettungskräfte kommen nur per Ski zum Hotel

Die Rettungskräfte waren gestern am späten Abend in die wegen des vielen Schnees schwer zugängliche Region vorgerückt. Sie konnten das Hotel allerdings nur per Ski erreichen. Krankenwagen und Rettungsfahrzeuge stecken etwa neun Kilometer vor dem Unglücksort fest. Laut Medienberichten hatte es einen Hilferuf per SMS gegeben. "Hilfe, Hilfe, wir sterben vor Kälte", zitierten Ansa und die Zeitung "La Repubblica" die Textnachricht.

Ob die Lawine durch das Erdbeben ausgelöst wurde, ist noch nicht klar. Sie könnte auch unabhängig davon abgegangen sein, da es in der Region seit Tagen kräftig schneit. Die Schneedecke dort ist teilweise zwei Meter dick.

Sendungsbild
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Rettungskräfte suchen nach Verschütteten.

Erneute Erdstöße in der Nacht

In der Nacht kam es zu weiteren Erdstößen in der Region. Schneemassen und Kälte erschwerten die Rettungsarbeiten. Einige Orte waren von der Außenwelt abgeschnitten, Tausende Haushalte ohne Strom. Einsatzkräfte hatten bereits am Mittwochabend eine Leiche aus den Trümmern eines Hauses in der Gemeinde Castel Castagna in der Provinz Teramo geborgen.

Die Beben hatten in Mittelitalien zahlreiche Häuser zum Einsturz gebracht. Sie trafen genau die Region, in der bei einem schweren Erdbeben im Sommer fast 300 Menschen ums Leben gekommen waren. Die Epizentren lagen in der Nähe des Bergdorfs Amatrice, das bei dem schweren Beben im August fast völlig zerstört worden war.

Mit Informationen von Jan-Christoph Kitzler, ARD-Studio Rom

Hotel verschüttet - viele Tote befürchtet
J.-C. Kitzler, ARD Rom
19.01.2017 10:07 Uhr

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Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 19. Januar 2017 um 10:00 Uhr.

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