Polizisten bewachen das Gebiet um den Nachtclub. | Bildquelle: AFP

Nach Anschlag in Istanbul Identität des Angreifers geklärt

Stand: 04.01.2017 09:41 Uhr

Der türkische Außenminister hat mitgeteilt, dass die Identität des flüchtigen Attentäters von Istanbul geklärt sei. Nähere Angaben machte er keine. Unterdessen nahm die türkische Polizei an der Ägäisküste weitere mutmaßliche IS-Anhänger fest.

Die Identität des flüchtigen Attentäters von Istanbul ist offiziellen Angaben zufolge geklärt. Das bestätigte der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu in einem Fernsehinterview, ohne nähere Angaben zu machen. Der Sender CNN Türk hatte berichtet, der Täter komme aus Kirgistan. In Sicherheitskreisen hatte es geheißen, er verfüge über Kampferfahrung und sei möglicherweise in Syrien ausgebildet worden.

Bereits gestern hatten die Behörden Fahndungsbilder des mutmaßlichen Attentäters veröffentlicht. Die Ermittler schließen Berichten zufolge nicht aus, dass der Mann mit der mutmaßlichen IS-Zelle zusammenhängt, die im vergangenen Juni den dreifachen Selbstmordanschlag auf den Istanbuler Atatürk-Flughafen mit 47 Toten verübt haben soll.

Fahndungsfoto des Hauptverdächtigen des Attentats von Istanbul | Bildquelle: dpa
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Die Polizei hat dieses Fahndungsfoto veröffentlicht.

Die türkische Polizei nahm unterdessen fünf mutmaßliche Mitglieder der Terrormiliz "Islamischer Staat" fest. Die in Izmir festgesetzten Personen stünden im Verdacht, in das Neujahrs-Attentat auf den Istanbuler Nachtclub "Reina" verwickelt zu sein, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu.

Die private Nachrichtenagentur Dogan berichtete, Ziel der Polizeiaktion seien drei Familien gewesen, die vor etwa 20 Tagen aus Konya nach Izmir gekommen seien. In Konya soll der mutmaßliche Attentäter einige Zeit gelebt haben, bevor er nach Istanbul reiste, 39 Menschen erschoss und 69 weitere verletzte. Zusammen mit den jüngsten Festnahmen wurden Anadolu zufolge mindestens 19 Personen in Gewahrsam genommen.

Türkei verlängert Ausnahmezustand

Schon am Dienstagabend hatte die Türkei den geltenden Ausnahmezustand bis zum 19. April verlängert. Das Parlament in Ankara stimmte dem Antrag der Regierung auf Verlängerung um weitere drei Monate zu. Vize-Ministerpräsident Numan Kurtulmus begründete den Antrag während der emotional geführten Debatte unter anderem mit anhaltenden terroristischen Angriffen.

Parlament verlängert den Ausnahmezustand in der Türkei
tagesschau24 10:00 Uhr, 04.01.2017, Thomas Ziegler, ARD-aktuell

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Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hatte den Ausnahmezustand kurz nach dem Putschversuch vom 15. Juli 2016 ausgerufen. Nach der ersten Verlängerung vom Oktober würde er in der Nacht vom 16. auf den 17. Januar eigentlich auslaufen.

Über dieses Thema berichtete u.a. tagesschau24 am 04. Januar 2017 um 10:00 Uhr.

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