Trauer nach dem Anschlag von Istanbul | Bildquelle: REUTERS

Anschlag in Istanbul IS reklamiert Attentat auf Nachtclub für sich

Stand: 02.01.2017 09:55 Uhr

Die Terrormiliz "Islamischer Staat" hat den Angriff auf den Tanzclub in Istanbul für sich reklamiert. Ein "Soldat des Kalifats" sei für die Tat verantwortlich, heißt es in einer im Internet verbreiteten Erklärung. Unter den Verletzten ist auch ein Deutscher.

Mehr als einem Tag nach dem Anschlag auf einen Istanbuler Nachtclub hat sich die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) zu der Tat bekannt. In einer im Internet veröffentlichten Erklärung hieß es, ein "Soldat des Kalifats" sei für die Tat verantwortlich.

Bei dem Attentat in der Silvesternacht kamen mindestens 39 Menschen ums Leben. 38 von ihnen sind inzwischen identifiziert, mindestens 26 kamen aus dem Ausland, elf waren demnach türkische Staatsbürger. Die meisten der getöteten Ausländer stammten aus arabischen Ländern.

Mindestens 69 Menschen wurden verletzt. Darunter befindet sich nach WDR-Informationen auch ein Mann aus Dortmund. Er sei in einer Notoperation gerettet worden. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Michael Schramm, ARD Istanbul, zur Situation in Istanbul
tagesthemen 23:15 Uhr, 01.01.2017

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Täter weiter auf der Flucht

Der oder die Attentäter von Istanbul hatten laut türkischen Behörden früh am Neujahrstag zunächst einen Polizisten und einen Zivilisten erschossen und dann wahllos auf Partygäste im Club "Reina" geschossen. In dem auf der europäischen Seite von Istanbul gelegenen Club mit mehreren Restaurants und Tanzflächen hielten sich zu der Silvesterfeier bis zu 800 Menschen auf.

Der oder die Schützen konnten flüchten. Die türkischen Sicherheitsbehörden fahnden mit einem Großaufgebot nach ihnen.

Spur nach Zentralasien?

Türkische Zeitungen berichten, es gebe Vermutungen, wonach der flüchtige Attentäter aus Kirgistan oder Usbekistan stamme. Die Ermittler schließen den Berichten zufolge nicht aus, dass der Mann mit der mutmaßlichen IS-Zelle zusammenhängt, die im vergangenen Juni den dreifachen Selbstmordanschlag auf den Istanbuler Atatürk-Flughafen mit 47 Toten verübt haben soll.

Polizei und Geheimdienste in der Türkei hatten demnach vor Silvester Informationen über möglicherweise zum Jahreswechsel bevorstehende Anschläge in verschiedenen Städten erhalten. Im Dezember habe es in diesem Zusammenhang Razzien und Festnahmen gegeben. Am 30. Dezember sei dann eine Geheimdienstwarnung aus den USA über die Gefahr von IS-Anschlägen in Istanbul oder Ankara am kommenden Tag eingegangen.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 02. Januar 2017 um 10:00 Uhr.

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