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"Isaac" zieht Richtung US-Golfküste
Die Angst vor "Katrina II"
Sieben Jahre nach dem tödlichen Hurrikan "Katrina" sorgt ein neuer gefährlicher Tropensturm für Alarm im US-Staat Louisiana. "Isaac" zog am Wochenende über den westlichen Zipfel der Inselkette Florida Keys hinweg und in den Golf von Mexiko ein.
Meteorologen erwarten, dass er bei seinem nun beginnenden Zug über warmes Wasser erstarkt und vermutlich als Hurrikan der Kategorie 2 oder 3 am späten Dienstagabend oder Mittwochmorgen (Ortszeit) zwischen dem westlichen Teil Floridas und Louisiana das US-Festland erreicht.
Tina Hassel (ARD) aus Tampa zum Tropensturm "Isaac"
nachtmagazin 00:15 Uhr, 28.08.2012
Das möglicherweise bedrohte Gebiet schließt New Orleans ein, das am 29. August 2005 von "Katrina" getroffen worden war. Weit über 1500 Menschen kamen damals ums Leben. Die Stadt wurde schwer verwüstet. Erreicht "Isaac" die erwartete Stärke 2, würde er mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 177 Kilometern pro Stunde auf Land treffen.
Vorsichtshalber Notstand ausgerufen
Das Hurrikanzentrum in Miami gab am Sonntagabend (Ortszeit) bereits eine Hurrikanwarnung für Louisiana heraus. Gouverneur Bobby Jindal rief die Bevölkerung in niedriger liegenden Küstenregionen auf, sich auf Evakuierungen vorzubereiten. Zugleich erklärte er vorsichtshalber den Notstand für seinen Staat. Auch im benachbarten Mississippi und in Alabama wurde der Notstand ausgerufen.
Bewegt sich der Sturm weiter westwärts, werden lediglich seine äußersten Ausläufer die Stadt Tampa in Florida streifen. Damit kommt die Stadt voraussichtlich mit heftigen Regenfällen und starken Windböen davon.
Verzögerungen beim Republikaner-Parteitag
In Tampa halten die Republikaner in dieser Woche ihren Parteitag ab, auf dem Ex-Gouverneur Mitt Romney offiziell zum Spitzenkandidaten der Konservativen bei der Wahl im November gekürt werden soll. Der Beginn des Programms wurde wegen des Sturms vorsichtshalber um einen Tag auf Dienstag verschoben.
Hunderte Flüge gestrichen
Bereits vor Erreichen der Hurrikanstärke sorgte "Isaac" nicht nur bei den Republikanern für Probleme. Am Flughafen von Miami wurden am Sonntag 550 Flüge gestrichen. Von Key West an der Südspitze Floridas bis in den Norden von Miami kam es zu vereinzelten Stromausfällen.
Im Golf von Mexiko wurden einige Plattformen zur Gas- und Ölförderung sicherheitshalber evakuiert. Die Umweltbehörde BSEE teilte mit, bis zum Sonntagmittag (Ortszeit) seien 39 der 596 bemannten Plattformen betroffen gewesen. Ebenso seien acht von 76 Bohranlangen von den Mannschaften geräumt worden.
Tote und Verwüstungen in der Karibik
Zuvor hatte der Sturm in der Karibik mehrere Menschenleben gefordert und teils schwere Verwüstungen angerichtet. So wurden nach Angaben des staatlichen Rundfunks in der kubanischen Hafenstadt Baracoa 17 Häuser völlig zerstört, als der Wirbelsturm am Samstag auf die Insel prallte. In Haiti und in der Dominikanischen Republik war es davor zu Überschwemmungen gekommen.
Stand: 27.08.2012 11:06 Uhr
