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Republikaner verschieben Parteitag
Wirbelsturm "Isaac" zieht Richtung Florida
Der Tropensturm "Isaac" ist über den Osten Kubas und Haiti hinweggezogen. Nach Angaben des Zivilschutzes in Haiti starben dabei sieben Menschen. Jetzt nimmt der Sturm Kurs auf Florida. Meteorologen befürchten, dass er mit Hurrikan-Stärke dort eintreffen wird. Die Menschen sind vorbereitet. Erneut Pech mit dem Wetter haben die US-Republikaner.
Von Sabrina Fritz, SWR-Hörfunkstudio Washington
Tropensturm "Isaac" wütet noch über der Karibik. Die Meteorologen erwarten, dass der Wirbelsturm gegen Abend deutscher Zeit in Key West in Florida an Land gehen wird.
Der amerikanische Wetterkanal berichtet stündlich über den Verlauf des Unwetters. Die Menschen auf den kleinen Inseln der Keys bereiten sich seit Tagen auf Sturm und Regen vor. Sie vernageln ihre Häuser und legen sich ausreichend Lebensmittel zu. Da die Keys oft nur mit einer Straße oder Brücke miteinander verbunden sind kann eine umgestürzte Palme den ganzen Verkehr lahmlegen. Der Bürgermeister von Key West, Craig Cates, gibt sich im amerikanischen Fernsehen dennoch gelassen. "Die Stadt und die Geschäfte sind vorbereitet. Wir erwarten keinen wirklich schlimmen Sturm sondern schlechtes Wetter für ein paar Stunden."
Tropensturm "Isaac" über der Karibik
S. Fritz, ARD Washington
26.08.2012 16:52 Uhr
Notstand für Florida ausgerufen
Der Gouverneur von Florida, Rick Scott, hat dennoch bereits vor zwei Tagen den Notstand für den Bundesstaat ausgerufen. Unter anderem auch deshalb, damit Einwohner, Flughäfen und Behörden die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen ergreifen. "Jede Familie muss vorbereitet sein. Sie müssen wachsam sein und die Hurrikan-Warnungen hören. Und sie müssen in der Lage sein, 72 Stunden auf sich alleine gestellt zu sein", sagte Scott.
Doch Florida lebe vor allem von seinen Touristen: "Wir haben jedes Jahr 87 Millionen Besucher, das heißt wir haben jeden Tag Hunderttausende die unsere Strände, Vergnügungsparks oder andere Attraktionen besuchen." Da in Deutschland noch Urlaubszeit ist, halten sich auch viele deutsche Touristen in dem beliebten Urlaubsgebiet auf.
Republikaner-Parteitag vertagt
Stärker als das Touristenprogramm hat der Tropensturm das Programm der Politiker durcheinander gewirbelt. Die Republikaner halten in Tampa in Florida ihren Parteitag ab, auf dem Mitt Romney offiziell zum Kandidaten gekürt werden soll. Als Vorsichtsmaßnahme entschieden sich die Organisatoren, den Parteitag erst am Dienstag beginnen zu lassen. Reden und Auftritte wurden verschoben oder ganz abgesagt.
Noch ist nicht sicher, welche Route der Wirbelsturm wählen wird und wie stark der Republikaner-Parteitag tatsächlich davon betroffen sein wird. Doch selbst wenn das Auge an Tampa vorbeiziehen wird, erwarten die Meteorologen viel Wind, viel Regen und hohe Wellen. Rund 50.000 Republikaner, Journalisten und Beobachter sind zu der Nominierung von Romney nach Tampa gereist. Gouverneur Scott, ein Unterstützer von Romney, versprach dem Kandidaten, dass er alles tun wird, damit der Parteitag möglichst reibungslos funktioniert.
Es ist nicht das erst Mal, dass das Wetter die Pläne der Politiker durcheinander wirbelt. Bei der vergangenen Wahl vor vier Jahren wurde der Parteitag der Republikaner ebenfalls um einen Tag verkürzt. Grund war Hurrikan "Gustav". Der Wirbelsturm wütete zwar mehr als 1500 Kilometer südlich an der Golfküste, die Partei verkürzte aber ihr Programm, um mit dem Treffen das Leiden der Sturmopfer nicht in den Hintergrund zu drängen. Die Republikaner wollten verhindern, dass sie feiern und jubeln, während andere Bilder Menschen zeigen, die vor den Trümmern ihres Hauses stehen.
Stand: 26.08.2012 16:51 Uhr
