Die Raumstation ISS im Weltall (Foto: dpa)

Reparatur an Raumstation Die ISS hat neue Batterien

Stand: 06.01.2017 16:17 Uhr

Sie sind groß wie Kühlschränke und ziemlich schwer - die internationale Raumstation ISS hat neue Batterien bekommen. In einem fast siebenstündigen Außeneinsatz ersetzten zwei Astronauten die alten Modelle durch moderne Lithiumionen-Akkus.

Bei mehrstündigen Außenarbeiten an der Internationalen Raumstation ISS haben zwei US-Astronauten wichtige Wartungsarbeiten verrichtet. Nach gut sechs Stunden im freien Weltall kletterten ISS-Kommandant Shane Kimbrough und Astronautin Peggy Whitson wieder zurück durch die Schleuse in den Außenposten der Menschheit, wie die US-Raumfahrtbehörde NASA mitteilte.

Die beiden Astronauten montierten unter anderem drei neue Lithiumionen-Batterien, jede von ihnen fast so groß wie ein Kühlschrank und Dutzende Kilogramm schwer. Dafür entfernten sie alte Nickel-Wasserstoff-Zellen. Diese waren mehr als zehn Jahre im Einsatz und sollen nicht mehr verwendet werden. Der französische Astronaut Thomas Pesquet von der Europäischen Raumfahrtagentur ESA unterstützte die Arbeit von Bord der ISS aus.

Arbeiten an der ISS | Bildquelle: dpa
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Fast sieben Stunden waren die Astronauten im Außeneinsatz.

Arbeiten werden fortgesetzt

Am kommenden Freitag (13.1.) sollen Kimbrough und Pesquet die Arbeiten dann bei einem weiteren Außeneinsatz fortsetzen. Für Pesquet wird dies der erste Ausstieg in den Weltraum in seiner Karriere sein. Pesquet war Mitte November gemeinsam mit Whitson vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan zur ISS gestartet.

Kimbrough arbeitete zum dritten Mal im freien Weltall, für Whitson war es bereits der siebte Außeneinsatz. Whitson dürfte bei ihrer für 15. Mai geplanten Rückkehr zur Erde den Rekord für den längsten Aufenthalt eines US-Bürgers im All aufstellen. Den bisherigen US-Rekord hält der Astronaut Jeff Williams mit 534 Tagen. Die 56-Jährige Biologin Whitson ist zudem die älteste Frau im All. Neben Kimbrough, Whitson und Pesquet arbeiten derzeit auch drei russische Kosmonauten in dem fliegenden Labor rund 400 Kilometer über der Erde.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 06. Januar 2017 um 14:00 Uhr.

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