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Neues Raketenabwehrsystem

Israel testet "Davids Steinschleuder"

Die Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas hält. Israels Regierung treibt parallel ihre Raketenabwehr voran. Sie meldete, sie habe ein neues System mit dem Namen "Davids Steinschleuder" erfolgreich getestet. Die Hamas zog derweil eine Zwischenbilanz der Schäden im Gazastreifen.

Von Clemens Verenkotte, ARD-Hörfunkstudio Tel Aviv

Israels Verteidigungsminister Barak
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Israels Verteidigungsminister Barak wertet den Test des neuen Raketenabwehrsystems als großen Erfolg.

Verteidigungsminister Ehud Barak zeigte sich mit dem Ergebnis sehr zufrieden: Israel sei auf dem Gebiet der Raketenabwehr weltweit führend, sagte er. Der große Erfolg der Raketenabwehr-Batterien "Eiserne Kuppel" während der letzten Militäroperation im Gazastreifen habe zweifelsfrei die "enorme Bedeutung von Raketenabwehrsystemen" unter Beweis gestellt.

Das neue Abwehrsystem, das den Codenamen "Davids Steinschleuder" erhalten hat, habe in den vergangenen Tagen erfolgreich eine Mittelstreckenrakete in der Luft abgefangen. Der Test sei im Süden des Landes ausgeführt worden.

System soll spätestens 2015 einsatzbereit sein

Im Auftrag des israelischen Verteidigungsministeriums entwickelten das israelische Rüstungsunternehmen Rafael sowie der US-Konzern Raytheon das neue Waffensystem, das sich vor allem gegen die Mittelstreckenraketen der pro-iranischen Hisbollah-Milizen im Libanon richte. "Davids Steinschleuder" werde zwischen 2014 und 2015 einsatzbereit sein: Die Kosten für den Abschuss einer Abfangrakete werden nach Angaben der Tageszeitung "Yedioth Achronoth" auf eine Million Dollar geschätzt.

Bei der israelischen Bevölkerung rief der Einsatz des Abwehrsystems "Eiserne Kuppel" für Kurzstreckenraketen mit einer Reichweite von bis zu 75 Kilometern nahezu uneingeschränkte Zustimmung hervor. Sich jedoch allein auf Raketenabwehrsysteme zu verlassen, erscheint manchen  Einwohnern im Süden des Landes nach den Erlebnissen der vergangenen Tage nicht ausreichend zu sein.

Neues Raketenabwehrsystem für Israel
C. Verenkotte, ARD Tel Aviv
26.11.2012 07:00 Uhr

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Hamas spricht von Milliardenschaden

Im Gazastreifen bezifferte die dortige Hamas-Verwaltung die Schäden, die durch die israelische Militäroperation verursacht worden seien, auf 1,25 Milliarden Dollar. Wie Taher al Nono, der Sprecher der de-facto-Regierung mitteilte, seien unmittelbare Schäden in Höhe von circa 550 Millionen Dollar entstanden und weitere 700 Millionen Dollar bei indirekten Schäden. "Unsere erste Schätzung der Schäden, die durch die Aggression verursacht worden sind, ist, dass 200 Wohnhäuser zerstört und 8000 andere Wohnung beschädigt worden sind", erklärte der Hamas-Sprecher.

Im vorletzten Gaza-Krieg vor vier Jahren wurden mehr als 6000 Häuser zerstört und knapp 20.000 beschädigt. Der Nahost-Sonderbeauftragte der Vereinten Nationen, Robert Serry, kündigte in Gaza-Stadt an: "Ich bin hierher gekommen, um die Schäden aufzunehmen, und ich werde auch nach Israel gehen, um dort die Schäden aufzunehmen, die der Konflikt verursacht hat", sagte er. "Dann werde ich nach New York reisen, um dem Generalsekretär Bericht zu erstatten."

Palästinenserjunge in einer schwer beschädigten Wohnung im Gazastreifen
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Laut Hamas wurden im Gazastreifen 200 Wohnhäuser zerstört und 8000 Wohnungen beschädigt.

Abbas reist nach New York

Palästinenser-Präsident Machmud Abbas wird heute nach New York reisen. Er wolle am kommenden Donnerstag in der UN-Generalversammlung den Antrag zu stellen, den völkerrechtlichen Status von Palästina bei den Vereinten Nationen aufzuwerten. Dies sagte Abbas vor seiner Abreise in Ramallah. Alle palästinensischen Gruppierungen, einschließlich der Hamas-Führung im Gazastreifen, unterstützen eigenen Angaben zufolge dieses Vorhaben.

Dieser Beitrag lief am 26. November 2012 um 05:49 Uhr im Deutschlandfunk.

Stand: 26.11.2012 06:45 Uhr

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