Dossier
60 Jahre Israel
Ein Land in sechs Porträts
60 Jahre Israel - das sind 60 Jahre Konflikt mit den muslimischen Nachbarn. Israel ist jedoch weit mehr als nur ein Land im permanenten Kriegszustand: Der kleine Staat ist die einzige Demokratie im Nahen Osten - und entsprechend bunt ist die Gesellschaft. Die ARD-Hörfunkkorrespondenten Clemens Verenkotte und Sebastian Engelbrecht zeichnen zum Jahrestag am 8. Mai in sechs Porträts ein Bild des modernen Israels.
Antizionismus in der orthodoxen Rechten
Für viele ultraorthodoxe Juden ist der 60. Jahrestag der Gründung Israels ein Grund zur Trauer. Sie lehnen den zionistischen Staat aus religiösen Gründen ab - so auch die fundamentalistische Gruppe "Neturei Karta". Aus dem Umkreis dieser antizionistischen Bewegung kommt auch Rabbi Josef Antebi. Sebastian Engelbrecht hat den Geistlichen getroffen. [mehr]
Flucht und Vertreibung aus Nazi-Deutschland
Als die Nazis in Deutschland an die Macht kamen, sahen - wenn auch nur wenige - Juden das Unheil der kommenden Jahre voraus. Neben den USA wurde Argentinien zum Fluchtziel. Auch Käthe Blum wanderte nach Südamerika aus - und von dort nach Israel. Jetzt hat sie Clemens Verenkotte ihre Geschichte erzählt. [mehr]
Immigration nach Israel
Israel ist - qua Statut - ein Staat für alle Juden. Die Regierung tut viel dafür, Juden zur Immigration zu bewegen - um den Charakter eines jüdischen Staates zu bewahren. Nach dem Ende des Kalten Krieges setzte die bislang größte Einwanderungswelle ein. Clemens Verenkotte hat mit einem Immigranten gesprochen. [mehr]
Israels arabische Einwohner
Rund ein Fünftel der Einwohner Israels sind Araber. Sie haben einen israelischen Pass, dürfen wählen und selbst gewählt werden. Dennoch fühlen sich viele von ihnen von der israelischen Politik benachteiligt. Wie etwa Daher Zeidani, Wirt aus Nazareth. Sebastian Engelbrecht hat ihn getroffen. [mehr]
Zwischen High-Tech und Armut
Israel ist zwar ein High-Tech-Staat, trotzdem aber leben immer mehr Israelis in Armut. Für die "Working Poor" und für die Arbeitslosen ist die Lage außerordentlich schwierig. Sebastian Engelbrecht traf eine Mutter, die einst mit Erfolg gegen die wachsende Armut zu Felde gezogen ist. [mehr]
Zwischen Sozialismus und Kapitalismus
Lange Zeit galten die israelischen Kibbuzim als Orte, in denen Sozialismus tatsächlich gelebt wurde: Die Erzeugnisse gehörten allen - und die Menschen lebten in einer engen Gemeinschaft. Heute ist das in vielen Kibbuzim nicht mehr der Fall. Clemens Verenkotte hat einen Kibbuzbewohner getroffen, der noch auf die alte Weise lebt. [mehr]