Israelische Panzer auf den Golan-Höhen | Bildquelle: AFP

Israel-Iran-Konfrontation UN warnen vor "neuem Flächenbrand"

Stand: 11.05.2018 16:54 Uhr

Die Sorge vor einer Eskalation im Nahen Osten wächst: UN-Generalsekretär Guterres hat zu einem sofortigen Ende der Feindseligkeiten aufgerufen und vor einem "neuen Flächenbrand" in der Region gewarnt.

Nach der jüngsten Konfrontation zwischen Israel und dem Iran hat UN-Generalsekretär Antonio Guterres ein sofortiges Ende aller Feindseligkeiten gefordert. Jegliche Provokationen müssten vermieden werden, sagte Guterres in New York. Ansonsten drohe im Nahen Osten ein neuer Flächenbrand.

Israel forderte den UN-Sicherheitsrat in New York zu einer Verurteilung der iranischen Raketenangriffe auf die Golanhöhen auf. Das Gremium solle Teheran zudem zum Abbau seiner Militärpräsenz in Syrien drängen, verlangte der israelische Botschafter bei den Vereinten Nationen, Danny Danon.

In einem Schreiben, das auch an Guterres ging, heißt es weiter, Israel sei nicht an einer Eskalation interessiert, werde aber unter keinen Umständen dem Iran solche Angriffe erlauben. Diese verschlimmerten die ohnehin schon fragile Situation in der Region. Guterres erklärte, der Sicherheitsrat werde die Lage aufmerksam verfolgen. Eine Dringlichkeitssitzung wurde allerdings nicht anberaumt.

Mike Lingenfelser, ARD Tel Aviv, zum sich zuspitzenden Konflikt
tagesschau24 11:00 Uhr, 11.05.2018

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Mogherini betont Recht auf Selbstverteidigung

Die Europäische Union betonte das Recht des jüdischen Staates auf Selbstverteidigung. Die Berichte über die erstmaligen direkten Angriffe iranischer Einheiten auf Israel von Syrien aus seien extrem besorgniserregend, sagte eine Sprecherin der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini in Brüssel. Ähnlich hatte sich zuvor schon Bundesaußenminister Heiko Maas geäußert, der die Angriffe auf die israelischen Streitkräfte als Provokation kritisierte. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte, im Nahen Osten gehe es derzeit "wahrlich um Krieg und Frieden".

Netanyahu: Iran hat rote Linie überschritten

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hatte zuvor dem Iran vorgeworfen, mit Angriffen auf den Golanhöhen eine "rote Linie" überschritten zu haben. "Unsere Reaktion war die Konsequenz", sagte Netanyahu in einem im Internet veröffentlichten Video. "Unsere Politik ist klar", sagte Netanjahu weiter. "Wir werden dem Iran nicht erlauben, sich militärisch in Syrien zu etablieren."

Iran dementiert Beteiligung an Angriffen

Irans Regierung dementierte eine iranische Beteiligung an den Raketenangriffen auf israelische Armeeposten auf den Golanhöhen. Israel benutze "frei-erfundene und grundlose" Unterstellungen, um Angriffe auf syrische Ziele zu rechtfertigen, sagte Außenamtssprecher Bahram Ghassemi. Er kritisiere auch die Reaktion der internationalen Gemeinschaft. Damit werde "dem zionistischen Regime nur grünes Licht für weitere Aggressionen gegeben, die die Region nur unsicherer und instabiler machen."

Mehr als 20 Tote bei Angriffen

Nach Angaben der israelischen Regierung griffen die in Syrien stationierten Kuds-Brigaden der iranischen Revolutionsgarden in der Nacht zu Donnerstag mehrere israelische Armeeposten auf den Golanhöhen mit Raketen an. Israel reagierte mit einem massiven Einsatz seiner Luftwaffe gegen zahlreiche iranische Stellungen im Nachbarland. Es war die bislang schwerwiegendste Konfrontation zwischen den beiden Staaten. Nach Worten des israelischen Verteidigungsministers Avigdor Lieberman wurde fast die komplette iranische Infrastruktur in Syrien getroffen.

Neue Sanktionen gegen den Iran

Unterdessen hat die US-Regierung zwei Tage nach der einseitigen Aufkündigung des Atomdeals neue Sanktionen gegen den Iran verhängt. Finanzminister Steven Mnuchin erklärte, dass in Zusammenarbeit mit den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) die Geldversorgung der Revolutionsgarden unterbrochen werden solle.

UN-Appell an Iran und Israel
tagesschau24 11:00 Uhr, Corinna Hoffmann, ARD-aktuell

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Über dieses Thema berichteten am 10. Mai 2018 die tagesschau um 20:00 Uhr und die tagesthemen um 21:53 Uhr. Zudem berichtete über dieses Thema die tagesschau am 11. Mai 2018 um 04:42 Uhr.

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