Benjamin Netanyahu | Bildquelle: REUTERS

Treffen vereinbart Trump lädt Netanyahu ein

Stand: 22.01.2017 23:02 Uhr

US-Präsident Trump hat den israelischen Ministerpräsidenten Netanyahu für kommenden Monat nach Washington eingeladen. Das wurde nach einem Telefongespräch der beiden bekanntgegeben. Netanyahu sprach von einer "herzlichen Unterhaltung".

US-Präsident Donald Trump hat den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu für kommenden Monat nach Washington eingeladen. Das teilte das Büro des israelischen Regierungschefs nach einem Telefonat Trumps und Netanyahus mit. Der genaue Termin werde in den kommenden Tagen festgelegt. Dadurch wollen die Politiker die Beziehungen zwischen beiden Ländern stärken.

Netanyahu sprach von einer "herzlichen Unterhaltung". Er hoffe, mit Trump eine "gemeinsame Vision zur Förderung von Frieden und Sicherheit in der Region zu schmieden". Trump äußerte sich nicht zum Inhalt des Gesprächs. Das Telefonat sei "sehr nett" gewesen, sagte er lediglich

Streitpunkt Botschaftsstandort

Themen in dem Telefonat seien das von Trump und ihm abgelehnte Atomabkommen mit dem Iran und der Friedensprozess mit den Palästinensern gewesen. Es seien auch noch andere Punkte angesprochen worden. Die heikle Frage nach dem Standort der Botschaft wurde in der offiziellen Mitteilung des US-Präsidialamts nach dem Telefonat nicht erwähnt.

Trump hatte im Wahlkampf angekündigt, die US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen. Die Pläne sind umstritten und könnten die Friedensprozess belasten. Trump würde damit von der bisherigen US-Politik abweichen, den zwischen Israelis und Palästinensern umstrittenen Status der Stadt nicht zugunsten einer Seite auszulegen. Sollte es dazu kommen, würde Trump wahrscheinlich den Protest von wichtigen US-Alliierten im Nahen Osten wie Saudi-Arabien, Jordanien und Ägypten provozieren.

In Israel erhofft sich die Rechte von Trump mehr Unterstützung für den Bau jüdischer Siedlungen in den seit 1967 besetzten Palästinensergebieten in Ost-Jerusalem und im Westjordanland. Netanyahu hatte nach der Amtseinführung Trumps bei einem Treffen mit Ministern angekündigt, die Beschränkungen für den Siedlungsbau in Ost-Jerusalem aufzuheben.

Wandel in der Nahost-Politik der USA
tagesschau 20:00 Uhr, 22.01.2017, Susanne Glass, ARD Tel Aviv

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Hardliner setzen auf Trump

Zuvor hatte die Jerusalemer Stadtregierung den bis zum Abgang von Trumps Amtsvorgänger Barack Obama aufgeschobenen Beschluss zum Bau von 556 jüdischen Wohnungen im arabischen Osten der Stadt finalisiert. Der stellvertretende Bürgermeister Meir Turgeman, der auch Vorsitzender des Bauausschusses ist, sagte, insgesamt würden 11.000 weitere jüdische Wohnungen in Ostjerusalem geplant. Er hoffe, dass die entsprechenden Beschlüsse bis zum Ende des Jahres erfolgen und die Bauphase in den nächsten zwei bis drei Jahren beginnen könne.

Hardliner in Netanjahus Regierung setzen große Hoffnungen auf Trump. Der Vorsitzende der Partei Jüdisches Heim, Bildungsminister Naftali Bennett, twitterte am Sonntag, erstmals seit 50 Jahren habe ein israelischer Ministerpräsident die Wahl: "Entweder Souveränität oder Palästina." Bennett forderte Netanjahu auf, die jüdische Siedlung Maaleh Adumim im Westjordanland zu annektieren, die in unmittelbarer Nähe zum Osten Jerusalems liegt.

Obama hatte im Dezember noch eine Sicherheitsresolution ohne Veto passieren lassen, die den jüdischen Siedlungsbau in palästinensischen Gebieten als rechtswidrig bezeichnete.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 22. Januar 2017 um 20:00 Uhr.

Darstellung: