Errichtung einer Mauer in Jerusalem | Bildquelle: REUTERS

Nach Protest rechter Minister Mauerbau in Jerusalem gestoppt

Stand: 19.10.2015 16:56 Uhr

Nach dem Protest rechter und ultrarechter Minister ist der Bau einer provisorischen Mauer in Jerusalem gestoppt worden. Das bestätigte ARD-Korrespondent Schneider. Jerusalem dürfe nicht geteilt werden, so die Minister. Die Mauer sollte jüdische Viertel schützen.

Der Bau einer provisorischen Mauer zwischen palästinensischen und jüdischen Vierteln in Jerusalem ist gestoppt worden. ARD-Korrespondent Richard C. Schneider berichtete, rechte und ultrarechte Minister im Kabinett von Premier Benjamin Netanyahu hätten dagegen protestiert. Es dürfe nicht zugelassen werden, dass Jerusalem als ewige und unteilbare Hauptstadt Israels durch Mauern getrennt werde. Daraufhin sei der Bau sofort gestoppt worden, so Schneider.

Richard C. Schneider, ARD Tel Aviv, zum Abriegelungsstopp
tagesschau 17:00 Uhr, 19.10.2015

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Die Palästinenser beanspruchen den von Israel annektierten arabischen Ostteil Jerusalems als Hauptstadt eines künftigen eigenen Staates. Die Mauer um das arabische Viertel Issawijeh sollte verhindern, dass Palästinenser aus Issawijeh Steine und Brandflaschen auf Autos werfen, die auf einer naheliegenden Straße zwischen Jerusalem und der Siedlerstadt Maale Adumim unterwegs sind. Auch an anderen Stellen seien Mauern geplant, hatte es im israelischen Rundfunk geheißen.

Ein Sprecher des israelischen Außenministeriums hatte betont, es handele sich um reine Sicherheitsmaßnahmen und nicht um einen politischen Schritt. Der israelischen Zeitung "Haaretz" zufolge sucht Netanyahu nun nach einer anderen Lösung.

Neue Gewalt

Am Wochenende war es zu neuer Gewalt gekommen. In der südisraelischen Stadt Berscheba verübte ein mit einer Schusswaffe und einem Messer bewaffneter Mann in einem Busbahnhof einen Angriff. Armeeangaben zufolge wurden drei Menschen getötet.

Bei den Opfern handele es sich um einen Soldaten, den Attentäter und einen Mann, von dem die Beamten irrtümlich annahmen, er sei auch ein Angreifer. Ein Wachmann hielt ihn für einen Komplizen und schoss ihn an. Der unbeteiligte 26-jährige Eritreer erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen, die ihm von dem Wachmann und wütenden Umstehenden zugefügt worden waren. Der Mann hatte sich zufällig in dem Busbahnhof aufgehalten, als der Anschlag geschah.

Aufnahmen von Überwachungskameras zeigen, wie Dutzende Passanten um den Mann stehen, der auf dem Boden liegt, und ihn beschimpfen. Zu sehen ist außerdem, wie dabei Männer mehrfach den Eritreer mit Füßen treten, auch am Kopf. Den Videos zufolge kümmerten sich die Rettungssanitäter zunächst um die vielen weiteren Verletzten, aber nicht um den Mann. Die Polizei teilte mit, sie wolle die Beteiligten an den Misshandlungen ermitteln und strafrechtlich verfolgen.

Angesichts der Serie palästinensischer Messerattacken wollen sich Tausende Israelis bewaffnen. Der israelische Armeesender berichtete von einem deutlichen Anstieg der Anträge für einen Waffenschein.

Darstellung: