Video im Internet veröffentlicht IS droht Großbritannien mit Anschlägen

Stand: 03.01.2016 20:45 Uhr

Der "Islamische Staat" hat fünf angebliche Spione getötet und Großbritannien in einem Video mit Anschlägen gedroht. Das britische Außenministerium prüft derzeit das Material. Die französische Luftwaffe zerstörte in Syrien eine IS-Raketenfabrik und ein Waffenlager.

Standbild aus dem angeblichen IS-Video | Bildquelle: AFP
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Standbild aus dem angeblichen IS-Video

Im Internet ist erneut ein mutmaßliches Hinrichtungsvideo der Terrormiliz "Islamischer Staat" aufgetaucht. Die veröffentlichten Aufnahmen zeigen fünf Männer in orangenfarbenen Overalls, die auf Arabisch bekennen, für Großbritannien gegen Geld Anlagen in Rakka gefilmt und fotografiert zu haben.

Ein Sprecher mit britischem Akzent nennt sie Spione und droht dann mit Anschlägen. Später müssen sich die Gefangenen hinknien und werden von Maskierten erschossen. Das Video enthält die Kennzeichen der Medienabteilung des IS. Ob es echt ist, konnte nicht von unabhängiger Seite überprüft werden.

Rakka ist die inoffizielle "Hauptstadt" des IS, der Teile Syriens und des Iraks kontrolliert. Großbritannien beteiligt sich an Luftangriffen gegen den IS. Das britische Außenministerium erklärte, es kenne das Video und untersuche den Inhalt.

Französische Jets zerstören IS-Raketenanlage

Ein französisches "Rafale"-Kampfflugzeug auf einer nicht näher genannten Basis in der Golfregion (Quelle: Französische Armee) | Bildquelle: AFP
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Ein französisches "Rafale"-Kampfflugzeug auf einer nicht näher genannten Basis in der Golfregion (Quelle: Französische Armee)

Die französische Luftwaffe griff unterdessen nach Militärangaben in Syrien eine Raketenfabrik und ein IS-Waffenlager zerstört. Bei dem Angriff sei eine Stellung östlich von Aleppo ins Visier genommen worden, hieß es. Die französischen Jets hätten im Einvernehmen mit der von den USA geführten Koalition gehandelt.

Frankreich trat diesem Bündnis 2014 bei. Zunächst jedoch war der Einsatz französischer Jets auf IS-Stellungen im Irak beschränkt, im September wurden die Angriffe auf Syrien ausgedehnt. Nachdem sich der IS zu der Terrorserie vom 13. November in Paris bekannt hatte, hatte Frankreich die Angriffe auf Stellungen der Extremisten noch einmal intensiviert. Bei den Anschlägen in der französischen Hauptstadt waren 130 Menschen ums Leben gekommen.

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