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Ein Ehepaar schaut auf ein versinkendes Auto.

"Isaac" wütet im Golf von Mexiko

Viel Wasser und kein Strom

Mit zäher Langsamkeit bewegt sich der Tropensturm "Isaac" über die US-Südküste hinweg. Nahe der Metropole New Orleans hatte er sich von einem Hurrikan zu einem Tropensturm abgeschwächt. Allerdings warnte der Katastrophenschutz vor der weiter anhaltenden Gefahr durch starken Regen und Windböen. Auch Tornados seien möglich.

Nach Einschätzung der Behörden hielten die Dämme "Isaac" bislang stand, die für Milliarden von Dollar als Konsequenz aus dem verheerenden Hurrikan "Katrina" vor sieben Jahren errichtet worden waren und die Stadt schützen sollen. "Katrina" hatte New Orleans 2005 schwer getroffen. Die Stadt versank in den Fluten, in der Region kamen mehr als 1800 Menschen ums Leben.

Um Plünderungen zu verhindern, gilt über Nacht eine Ausgangssperre. Vorsorglich sind rund um New Orleans 48 bemannte Boote im Einsatz. Während die Stadt diesmal möglicherweise nicht zu hart getroffen wird, kam es in den Vororten zu Überschwemmungen.

Tropensturm "Isaac" verursacht schwere Schäden
tagesschau24 14:00 Uhr, 30.08.2012, André Beaupoil, BR

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Land unter im Landkreis Plaquemines

So wurden im Landkreis Plaquemines im Bundesstaat Louisiana mehrere Deiche überschwemmt. Ein Behördensprecher sagte dem TV-Sender CNN, mehrere Häuser seien bis zu 3,60 Meter hoch überflutet worden. Es sei mit Schäden "historischen" Ausmaßes in dem besonders niedrig gelegenen Landkreis zu rechnen. 800 Häuser sollen hier beschädigt werden sein.

Laut örtlichen Medien saßen mehrere Bewohner in Scheunen oder auf Hausdächern fest, Menschen seien von ihren Nachbarn mit Booten gerettet worden. Die Rettungskräfte stellten inzwischen ihre Suche ein. Sie seien sicher, dass niemand mehr in der Gegend zurückgeblieben sei, der ihre Hilfe benötige, begründeten den Behörden.

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"Isaac" wütet im Golf von Mexiko

Überschwemmtes Gebiet

Überschwemmtes Gebiet in LaPlace im Bundesstaat Louisiana. Viele Bewohner der US-Golfküste werden noch lange mit den Wassermassen kämpfen müssen. (Foto: dapd)

Auch Öl-Raffinerien und weiteren Städten in Louisiana und dem benachbarten Mississippi sowie Alabama drohten Überflutungen. Die Erdölförderung im Golf von Mexiko wurde wegen des Sturms um fast 95 Prozent gesenkt. Starke Sturmböen von bis zu 113 Stundenkilometern kappten zahlreiche Leitungen, sodass inzwischen etwa 750.000 Haushalte in fünf Bundesstaaten ohne Strom sind, 700.000 allein in Louisiana..

Schon jetzt steht fest, dass die Schäden in die Milliarden gehen. Sie dürften nach Schätzungen von Experten allerdings geringer ausfallen als bei "Katrina".

Nächster Tropensturm im Anmarsch

"Isaac" sollte laut Hurrikanzentrum bis Donnerstag über Louisiana hinwegziehen und am Freitagmorgen den Süden des Bundesstaates Arkansas erreichen.

Derweil meldete das Nationale Hurrikanzentrum in Miami einen neuen Tropensturm über dem Atlantik. "Kirk" werde vermutlich in den kommenden 48 Stunden an Stärke zunehmen, hieß es.

Tropensturm Isaac verursacht schwere Schäden
tagesschau 09:00 Uhr, 30.08.2012

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Stand: 30.08.2012 02:44 Uhr

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