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Sturm im Golf von Mexiko
"Isaac" wird zum Hurrikan und bedroht New Orleans
Tropensturm "Isaac" gewinnt auf seinem Weg in Richtung US-Golfküste an Stärke. Die US-Behörden stuften ihn inzwischen als Hurrikan der Kategorie 1 ein. Die Windgeschwindigkeiten lägen bei 120 Kilometern in der Stunde, teilte das Nationale Hurrikan Zentrum mit. "Isaac" sollte im Laufe des Tages auf die Küste treffen.
Betroffen sein könnte New Orleans - genau sieben Jahre, nachdem "Katrina" die Stadt verwüstet hatte. Mit der Kategorie 5 und Windgeschwindigkeiten von mehr als 252 Kilometern pro Stunde war "Katrina" allerdings wesentlich stärker. 80 Prozent von New Orleans waren damals nach Dammbrüchen überflutet worden, 1800 Menschen starben.
Satellitenfilm zur Route von "Isaac"
28.08.2012
Katastrophenschutz: Dämme werden halten
Der Bürgermeister von New Orleans, Mitch Landrieu, zeigte sich auf einer Pressekonferenz überzeugt davon, dass die Stadt gut gewappnet sei. Nach "Katrina" war das Deich- und Pumpsystem der Metropole massiv modernisiert und ausgebaut worden. So wurden für das Stadtgebiet keine Zwangsevakuierungen angeordnet, sondern nur für flache Küstenstriche außerhalb des Deichsystems.
Vertreter der US-Katastrophenschutzbehörde FEMA versicherten, dass die verbesserten Dämme Stürmen widerstehen könnten. Allerdings wurde auch davor gewarnt, "Isaac" zu unterschätzen: Menschen in unmittelbar bedrohten Regionen sollten sich unverzüglich in Sicherheit bringen. So gelten insbesondere in östlichen Küstenregionen Flutwellen von über drei Metern und massive Überschwemmungen als möglich.
Obama unterzeichnet Notstandserklärung
US-Präsident Barack Obama verhängte den Ausnahmezustand über den Bundesstaat Louisiana, in dem New Orleans liegt. Damit können Bundeshilfen schon bei den Vorbereitungen auf den Sturm in den Staat fließen.
Das Nationale Hurrikanzentrum in Miami gab eine Warnung für weite Teile der nördlichen Golfküste heraus. Auch in den Staaten Mississippi, Alabama und Florida wurde deshalb der Notstand ausgerufen.
Tampa in Florida, wo mit einem Tag Verzögerung heute der Parteitag der Republikaner beginnen soll, befindet sich nicht mehr in der Bahn von "Isaac". Dennoch werden dort stürmischer Wind und starker Regen erwartet.
Kein Benzin und bald auch kein Strom
In den betroffenen Gebieten verbarrikadierten viele Menschen ihre Häuser und stockten ihre Vorräte auf. An vielen Tankstellen - insbesondere in New Orleans - war der Kraftstoff ausverkauft. Die meisten Flughäfen wurden geschlossen.
Außerdem werden weit verbreitete Stromausfälle durch heftigen Wind und Regen befürchtet - Wetterbedingungen, die nach Experteneinschätzungen lange andauern könnten, weil sich "Isaac" relativ langsam bewege und zudem einen großen Umfang habe.
24 Sturmopfer in der Karibik
"Isaac" war am Wochenende über Haiti und die Dominikanische Republik hinweg gefegt. Dabei kamen laut jüngsten Angaben 24 Menschen ums Leben.
Stand: 28.08.2012 18:45 Uhr
