IS Kämpfer an Trucks | Bildquelle: dpa

Kampf gegen Terrormiliz IS verliert Hoheit über wichtigen Staudamm

Stand: 27.12.2015 15:48 Uhr

Im Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" werden sowohl aus Syrien als auch dem Irak Erfolge gemeldet. Eine Allianz aus Kurden und arabischen Rebellengruppen berichtet von der Einnahme eines wichtigen Staudamms in Syrien. Im Irak habe die Armee die Stadt Ramadi erobert.

Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) hat in Syrien die Kontrolle über einen strategisch wichtigen Staudamm verloren. Eine Allianz aus Kurden und arabischen Rebellengruppen meldete die Einnahme des Bauwerks am Euphrat. Damit sei einer der wichtigsten Versorgungswege zwischen den IS-Gebieten in Syrien unterbrochen, erklärte ein Oberst des von den USA unterstützten Anti-IS-Bündnisses.

Die Einnahme des Tischrin-Staudamms helfe, die IS-Hochburgen in der Region Aleppo von der faktischen IS-Hauptstadt Rakka östlich des Euphrat zu isolieren, erklärte Oberst Talal Selo von der Anti-IS-Allianz. Bombardements der US-geführten Koalition hätten die Geländegewinne mit ermöglicht.

Rückschläge für den IS im Irak

Der IS hatte weite Teile des Landes sowie des benachbarten Irak unter seine Kontrolle gebracht, ist aber in den vergangenen Wochen verstärkt unter Druck geraten. Die irakische Armee meldete, die Stadt Ramadi sei nach erbitterten Gefechten mit der Dschihadistenmiliz nahezu vollständig unter ihre Kontrolle gebracht worden. Die Regierungstruppen stünden vor dem Amtssitz der Provinzregierung, der letzten IS-Bastion in Ramadi, berichteten Armee -und Behördenvertreter. Letzte IS-Kämpfer verschanzten sich nun noch in den Regierungsgebäuden. Bei den Gefechten in Ramadi wurden seit Freitag mehr als 50 Dschihadisten und fünf irakische Soldaten getötet, wie aus Sicherheitskreisen verlautete.

Ein IS-General erklärte, durch Selbstmordattentäter, Heckenschützen und Sprengfallen sei der Vormarsch der Armee gebremst worden.

Ramadi: Irakische Truppen offenbar ins Zentrum der Stadt vorgedrungen
27.12.2015

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Während der Druck auf den IS auch im Irak zunimmt, verbreitet die Miliz weiter Optimismus: "Unserem Staat geht es gut", hieß es in einer über Twitter verbreiteten Tonaufnahme, die IS-Führer Abu Bakr al-Bagdadi zugeschrieben wird. Der IS werde durch den Krieg nur reiner und stärker. Die Echtheit der Aufnahme konnte bislang nicht unabhängig bestätigt werden. Bagdadi war bereits mehrfach für tot erklärt worden.

Audiobotschaft: IS-Chef Bagdadi droht offenbar wieder
27.12.2015

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