Fahne der Terrormiliz Islamischer Staat | Bildquelle: REUTERS

Iraks Botschafter berichtet über Hinweise Handelt der IS mit Organen von Opfern?

Stand: 18.02.2015 05:05 Uhr

Die Terrormiliz "Islamischer Staat" steht im Verdacht, ihren Kampf mit dem Handel von Organen zu finanzieren. Der irakische UN-Botschafter sagte in New York, in Massengräbern seien Leichen mit operativen Einschnitten und fehlenden Nieren gefunden worden.

Der "Islamische Staat" (IS) finanziert seine Aktivitäten nach Angaben des irakischen UN-Botschafters offenbar mit Organhandel. In flachen Massengräbern seien in den vergangenen Wochen Leichen mit operativen Einschnitten und fehlenden Nieren entdeckt worden, sagte Botschafter Mohammed Alhakim vor Reportern. Zudem seien in Mossul Dutzende Ärzte umgebracht worden, weil sie die Entnahme von Organen verweigert hätten.

Alhakim hatte zuvor den Weltsicherheitsrat über die allgemeine Lage im Irak unterrichtet. Das mächtigste UN-Gremium rief er dabei auf, den Hinweisen auf eine Verwicklung der IS-Miliz in Organhandel nachzugehen. Auch der scheidende UN-Sondergesandte für den Irak, Nikolaj Mladenow, wies auf vermehrte Berichte hin, wonach sich die Dschihadisten dieser Methode bedienten.

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