Luftangriff im Irak Offenbar IS-Giftgasexperte getötet

Stand: 31.01.2015 00:38 Uhr

Er war Giftgasexperte unter dem irakischen Ex-Machthaber Saddam Hussein, später schloss er sich dem IS an. Nun wurde Abu Malik laut US-Militärangaben bei einem Luftangriff getötet. Damit sinke die Wahrscheinlichkeit, dass die Terrormiliz Chemiewaffen produziere.

Fahne der Terrormiliz Islamischer Staat | Bildquelle: REUTERS
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Die Terrormiliz IS sei durch Abu Maliks Tod "vorübergehend geschwächt", so das US-Zentralkommando.

Offenbar ist ein wichtiger Chemiewaffenexperte der Terrormiliz IS getötet worden. Abu Malik sei bei einem Luftangriff der internationalen Koalition gegen die Dschihadistenmiliz am 24. Januar in der Nähe von Mossul ums Leben gekommen, teilte das US-Zentralkommando erst jetzt mit. Malik habe für das Chemiewaffenprogramm des früheren irakischen Machthabers Saddam Hussein gearbeitet und sich 2005 nach dessen Sturz dem Terrornetzwerk Al Kaida angeschlossen. Später sei er dann zur IS-Miliz gestoßen.

"Seine frühere Ausbildung und Erfahrung haben der Terrorgruppe die Fachkenntnis gegeben, nach Chemiewaffen zu streben", erklärte das Militärkommando. Abu Maliks Tod werde die Fähigkeiten der Dschihadisten verringern, "möglicherweise Chemiewaffen zu produzieren und gegen unschuldige Menschen einzusetzen". Der IS sei "vorübergehend geschwächt". Ob das US-Militär oder ein Kampfflugzeug eines verbündeten Staates den tödlichen Luftangriff flog, ist bislang nicht bekannt.

Luftangriffe seit August

Die USA hatten am 8. August mit Luftangriffen auf IS-Stellungen im Irak begonnen, am 23. September wurde der Einsatz auf Syrien ausgeweitet. An der "Operation Inherent Resolve" getauften Mission beteiligen sich in Syrien Kampfflugzeuge aus Bahrain, Jordanien, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Im Irak unterstützen Australien, Belgien, Großbritannien, Kanada, Dänemark, Frankreich und die Niederlande die Luftangriffe.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 31. Januar 2015 um 08:35 Uhr.

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