Ein Mann steht an der Küste in Ardglass/Großbritannien vor einer Gischtwand. | Bildquelle: dpa

Sturm und heftige Regenfälle "Ophelia" fegt über Irland

Stand: 16.10.2017 21:03 Uhr

"Ophelia" ist zwar kein Hurrikan mehr, aber immer noch so heftig, dass die höchste Wetterwarnstufe gilt. Drei Menschen starben durch Unfälle, 360.000 sind von der Stromversorgung abgeschnitten. Die Armee ist in Bereitschaft.

Drei Menschen sind bei Unfällen im Zusammenhang mit dem ehemaligen Hurrikan "Ophelia" gestorben. "Ophelia" wurde zwar mittlerweile herabgestuft, erreicht aber weiterhin Windgeschwindigkeiten von 150 Kilometern pro Stunde. Der Sturm zieht weiter in Richtung Großbritannien und Nordirland.

Der irische Wetterdienst hatte vor dem heftigsten Sturm in Irland seit 50 Jahren gewarnt und die höchste Wetterwarnstufe ausgerufen. Irlands Regierungschef Leo Varadkar sprach von einem nationalen Notstand. Varadkar kündigte den Einsatz der Streitkräfte in den Sturmgebieten an.

360.000 ohne Stromversorgung

Dem Energieunternehmen ESB Networks zufolge sind weiterhin etwa 360.000 Menschen von der Stromversorgung abgeschnitten. Schuld sind vor allem umgeknickte Bäume, die auf Stromleitungen gefallen waren.

160 Flüge von und nach Dublin wurden gestrichen. Schulen und Behörden blieben geschlossen, Fährverbindungen wurden vorübergehend eingestellt, Gerichtsverhandlungen verschoben. Laut Varadkar sollen auch Streitkräfte zum Einsatz kommen. Teile der Armee wurden in Bereitschaft versetzt.

Warnung für das gesamte Land

Varadkar warnte die Bevölkerung eindringlich: "Wo auch immer Sie sind: Halten Sie sich drinnen auf, bis der Sturm vorbeigezogen ist. Diese Warnung gilt für alle Städte und alle Provinzen." Starke Winde wurden auch für den Norden und Westen Großbritanniens vorausgesagt.

"Ophelia" ist bereits der zehnte Hurrikan, der sich in dieser Saison über dem Atlantischen Ozean zusammengebraut hat. Der Sturm weckt Erinnerungen an den "Great Storm", der am 16. Oktober 1987 über Großbritannien fegte. Das Unwetter kostete 18 Menschen das Leben.

Mit Informationen von Stefanie Pieper, ARD-Studio London

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 16. Oktober 2017 um 06:00 Uhr.

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