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Erdbeben in Taebris

Nach dem schweren Erdbeben bei Täbris

USA bieten dem Iran Unterstützung an

Nach den schweren Erdbeben im Nordwesten des Irans haben die USA dem Land ihre Unterstützung angeboten. "Das amerikanische Volk spricht dem iranischen Volk sein zutiefst empfundenes Beileid aus", hieß es in einer schriftlichen Erklärung von Regierungssprecher Jay Carney. "Unsere Gedanken gelten den Angehörigen jener, die ihr Leben verloren haben, und wir wünschen den Verletzten eine rasche Genesung. Wir stehen bereit, in dieser schwierigen Zeit Hilfe zu leisten."

Auch Deutschland und andere westliche Staaten boten ihre Hilfe an. Außenminister Guido Westerwelle sprach den Angehörigen der Opfer in einem Telegramm an seinen iranischen Amtskollegen Ali Akbar Salehi sein Beileid aus. Deutschland stehe bereit, dem Iran in dieser schweren Stunde zu helfen. Auch Papst Benedikt XVI. rief die Weltgemeinschaft zur Hilfe und zur Solidarität für die vom Erdbeben betroffenen Menschen auf.

Der iranische Innenminister Mohammad Najar bestätigte Hilfsangebote etlicher Länder, lehnte die Offerten jedoch ab. Der Iran brauche keine Unterstützung von außen und könne die Lage selbst bewältigen, sagte er.

Mehr als 200 Tote bei schwerem Erdbeben
tagesthemen 21:45 Uhr, 12.08.2012, Martin Weiss, ARD Istanbul

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Mehr als 300 Tote geborgen

Bei zwei schweren Beben kamen am Samstag mindestens 306 Menschen ums Leben, teilte Gesundheitsministerin Marsieh Wahid-Dastdscherdi mit. Bis zu 2000 seien verletzt worden.

Nach Angaben von Innenminister Mohammad Najar wurden der Region nahe der Millionenstadt Täbris "die Hälfte der 600 Dörfer zu 40 bis 100 Prozent zerstört". Er sagte den Menschen in der Erdbebenregion weitere Hilfen zu, insbesondere im Hinblick auf den kommenden Winter. In den Wintermonaten können die Temperaturen in der Gegend auf bis zu 20 Grad Celsius unter den Gefrierpunkt sinken.

Zerstörte Häuser im iranischen Dorf Bajeh Baj
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Durch die zwei Beben wurden zahlreiche Häuser zerstört, so wie hier im iranischen Dorf Bajeh Baj.

Die Rettungsteams stellten ihre Suche nach Überlebenden ein, wie das staatliche Fernsehen meldete. Hilfsorganisationen errichteten für die vielen Obdachlosen Zelte. Präsident Mahmud Ahmadinedschad sprach den Menschen im Erdbebengebiet in einer Erklärung auf seiner Webseite sein Beileid aus. Er forderte die Behörden auf, alles zu tun, um der betroffenen Bevölkerung zu helfen.

Zu etwa 60 Dörfern gab es zunächst keinen Zugang. Der Chef der Hilfsorganisation Roter Halbmond, Mahmud Mosafar, sagte aber, dass zu einigen Orte telefonischer Kontakt bestehe. Um die Menschen in den Dörfern zu erreichen, wurden Hubschrauber eingesetzt. Aus dem Innenministerium in der Hauptstadt Teheran hieß es, allein aus Warsakan seien etwa 50 Menschen verletzt in Krankenhäuser gebracht worden.

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Erdbeben erschüttert den Iran

Tote, Verletzte und viele zerstörte Orte

Zerstörte Häuser in der Ortschaft Warsakan

Am Samstag, dem 11. August, erschüttert um 16.53 Uhr Ortszeit ein Erdbeben der Stärke von mindestens 6,2 den Nordosten des Iran. Viele Häuser in der Ortschaft Warsakan liegen Sekunden später in Trümmern. Mehr als 100 Orte sind vom Beben betroffen. Da jedoch Dutzende Dörfer von der Außenwelt abgeschnitten sind, ist das gesamte Ausmaß noch nicht absehbar. (Foto: dpa)

Zwei starke Beben in elf Minuten

Nach Angaben des seismologischen Instituts der Universität Teheran hatten die zwei kurz aufeinander folgenden Beben eine Stärke von 6,2. US-Geologen gaben die Stärke sogar mit 6,3 und 6,4 an.

Die geologischen Verwerfungen ereigneten sich demnach in fast zehn Kilometern Tiefe, etwa 60 Kilometer entfernt von der Millionenstadt Täbris. Die Erdstöße trafen die Region binnen elf Minuten. Zudem gab es etwa 20 kleinere Nachbeben.

Karte Iran
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Das Epizentrum des Bebens lag in der Nähe der Stadt Täbris

Erdbebengefährdetes Gebiet

Im Iran gibt es häufig Erdbeben, weil dort mehrere tektonische Platten aufeinander treffen. Ein besonders schweres Beben ereignete sich im Dezember 2003. Damals kamen im Südosten des Landes 31.000 Menschen ums Leben. Bei einem Erdbeben im Nordosten Irans im Januar wurden mehr als hundert Menschen verletzt.

Stand: 13.08.2012 02:50 Uhr

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