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In der iranischen Hauptstadt Teheran ist ein Universitätsprofessor bei einem Bombenanschlag getötet worden, wie offizielle Medien berichten. Der staatliche Sender erklärte, der Anschlag auf den Atomwissenschaftler Massud Ali-Mohammadi sei ein Terrorakt, der von anti-revolutionären und ausländischen Kräften ausgeführt wurde. "Als Folge einer von zionistischen und amerikanischen Agenten gelegten Bombe wurden zwei Autos und ein Motorrad schwer beschädigt und die Fenster in den umgebenden Wohngebäuden zerstört", erklärte das iranische Fernsehen.
[Bildunterschrift: Arbeiter räumen die Straße nach dem Attentat auf (Screenshot iranisches Fernsehen) ]
Der Nuklearwissenschaftler wurde auf dem Weg zur Arbeit getötet. Die Bombe war an seinem Motorrad befestigt und wurde mittels eines Fernzünders zur Explosion gebracht. Die iranische Nachrichtenagentur IRNA konnte nicht ausschließen, dass weitere Menschen getötet wurden. Unklar ist auch, ob Mohammadi am umstrittenen iranischen Atomprogramm arbeitete.
Die Atompolitik des Landes wird im Westen mit Argwohn betrachtet. Vorwürfe, das Land strebe nach Atomwaffen, wurden von der Regierung in Teheran stets zurückgewiesen. Zudem erlebt der Iran derzeit eine der schwersten innenpolitischen Unruhen seit der Revolution 1979. Hintergrund sind gewaltsame Proteste der Opposition, die von Fälschungen bei der Präsidentenwahl im Juni des vergangenen Jahres spricht. Die iranische Regierung wirft der Opposition Verbindungen zum Ausland vor.
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