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10.02.2010

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Ausland
Protest gegen die iranische Regierung am Al-Auds-Tag im Iran (Foto: AFP)
Iran: Opposition nutzt Al-Quds-Tag für Proteste
Al-Quds-Tag im Iran

Opposition nutzt Massenaufmärsche für Proteste

Im Iran sind Tausende Anhänger von Oppositionsführer Mir Hussein Mussawi zum Protest auf die Straßen gegangen - ungeachtet eines Verbots regierungsfeindlicher Demonstrationen am Al-Quds-Tag. Die Anhänger der Reformer riefen Parolen wie "Lasst die politischen Gefangenen frei" und "Keine Angst, wir sind alle zusammen", wie Augenzeugen berichteten. Dabei kam es zu etlichen Zusammenstößen.

Al-Quds-Tag:

An dem vor 30 Jahren vom iranischen Revolutionsführer Ayatollah Chomeini ins Leben gerufenen Gedenktag sollen die Muslime weltweit am letzten Freitag des Fastenmonats Ramadan ihre Solidarität mit den Palästinensern bekunden.
 

Bei den größten Kundgebungen der Opposition seit zweieinhalb Monaten wurde Ex-Präsident Mohammed Chatami und Oppositionsführer Mussawi angeblich von Regierungsanhängern angegriffen. Zudem kam es zu Gewalt gegen die versammelten Anhänger der Opposition, die sich zum Zeichen der Solidarität mit dem bei der umstrittenen Präsidentschaftswahl im Juni unterlegenen Mussawi mit symbolträchtigen grünen Armbändern zeigten.

Antiisraelischer Al-Quds-Tag im Iran (Foto: AP) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Antiisraelischer Al-Quds-Tag im Iran ]

Antiisraelisches Ritual

Präsident Mahmud Ahmadinedschad griff in seiner Rede an der Teheraner Universität erneut Israel an. "Die Tage dieses Regimes sind gezählt", sagte er und bezeichnete den Holocaust als "eine falsche Behauptung, ein Märchen, das als Vorwand für Verbrechen gegen die Menschheit benutzt wird". Ahmadinedschad sagte weiter, es sei "unsere nationale, religiöse und islamische Pflicht, dem zionistischen Regime weiterhin entgegenzutreten".

Al-Quds-Tag:

Im Juli 1979 verkündete Ayatollah Khomeini die Einführung des "Al-Quds-Tages":
"Ich verlange von allen Moslems der Welt und von allen moslemischen Regierungen, dass sie die Hände dieser Usurpatoren und ihrer Unterstützer abhacken. Ich lade alle Moslems der Welt ein, dass sie gemeinsam den letzten Freitag im heiligen Monat Ramesan als Al-Quds-Tag (Jerusalem Tag) wählen und ihre internationale moslemische Solidarität zur Unterstützung der legitimen Rechte des moslemischen palästinensischen Volkes erklären. Ich wünsche vom allmächtigen Gott den Sieg der Moslems über die Gottlosen."
Textauszug nach der iranischen Zeitung Ettelaat (8.8.1979), Übersetzung von Wahied Wahdat-Hagh, MEMRI Special Dispatch - 2. November 2004
 

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Stand: 18.09.2009 15:50 Uhr
 

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