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IAEA-Bericht zum iranischen Atomprogramm
Teheran stellt umstrittene Anreicherungsanlage fertig
Der Iran hat nach Einschätzung der Internationalen Atomenergieagentur (IAEA) seine umstrittene Urananreicherungsanlage Fordow inzwischen vollständig ausgerüstet. In der unterirdischen Anlage seien alle zentralen Teile, die für die Anreicherung von Uran auf 20 Prozent benötigt werden, installiert, heißt es im Iran-Bericht der Behörde. Damit könne das Land künftig deutlich mehr Brennstoff anreichern als bisher.
Die IAEA schreibt außerdem, es könne weiter sein, "dass sämtliches nukleares Material im Iran friedlichen Zwecken" dienen solle. Die 20-prozentige Anreicherung ist für die Herstellung medizinischen Materials notwendig. Dennoch bereitet sie dem Westen besondere Sorge, weil es von dieser Stufe aus deutlich einfacher ist, den Brennstoff noch höher anzureichern, um ihn etwa für Atomwaffen zu verwenden. Laut dem Bericht verfügt der Iran aktuell über 135 Kilogramm auf 20 Prozent angereichertes Uran. Die Anlage in Fordow hatte Teheran lange geheimgehalten.
IAEA: Iran hat zweite Anlage zur Urananreicherung fertiggestellt
R. Borchard, ARD Wien
16.11.2012 21:20 Uhr
Der Westen verdächtigt den Iran seit Jahren, unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms eine Atombombe bauen zu wollen. Die Regierung in Teheran bestreitet das. Der Westen verhängte bereits eine Vielzahl von Sanktionen gegen den Iran, um das Land in den Verhandlungen über das Atomprogramm zu Zugeständnissen zu bewegen.
Stand: 01.02.2013 05:34 Uhr
