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Führung in Teheran zeigt sich unnachgiebig

Irans Atomprogramm macht deutliche Fortschritte

Irans unterirdische Urananreicherungsanlage Fordo ist in Betrieb. Das hat die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) jetzt bestätigt. Demnach wurde dort bereits mit der Anreicherung von Brennstoff auf 20 Prozent begonnen. "Das gesamte Atommaterial in der Anlage bleibt unter der Kontrolle und Überwachung der Behörde", so die IAEA. Zuvor war bereits aus Diplomatenkreisen bekannt geworden, dass in dem unterirdischen Komplex 348 Zentrifugen in zwei Kaskaden in Betrieb seien. Zwei weitere Kaskaden seien im Aufbau, aber noch nicht betriebsbereit, hieß es.

Die Regierung in Teheran hatte im vergangenen Monat angekündigt, in dem unterirdischen Bunker nahe der Stadt Kom Uran auf 20 Prozent anzureichern. Derart vorbereitetes Uran ließe sich deutlich schneller zu atomwaffenfähigem Material anreichern als das in der Anlage Natans auf 3,5 Prozent angereicherte Uran.

"Schritt der weiteren Eskalation"

Bundesaußenminister Guido Westerwelle sprach von einem "Schritt der weiteren Eskalation". Die Sorge der internationalen Staatengemeinschaft wachse, dass das iranische Nuklearprogramm militärischen Zwecken diene. Solange sich der Iran nicht bewege, gebe es zu schärferen Sanktionen keine Alternative, hieß es. Diese könnten bereits Ende Januar bei einem Treffen des EU-Außenrats beschlossen werden, so Westerwelle. Allerdings bestehe von Seiten Deutschlands und seiner Partner weiter Gesprächsbereitschaft. Dazu müsse der Iran allerdings entsprechend reagieren.

Staatschef Ajatollah Ali Chamenei betonte hingegen, auch schärfere Sanktionen würden den Iran nicht von seinem Atomprogramm abbringen.

Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad ballt die Faust.
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Präsident Ahmadinedschad zeigt sich von den Drohungen westlicher Nationen genauso unbeeindruckt ...

Ajatollah Ali Chamenei
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... wie Staatschef Chamenei. Auch schärfere Sanktionen würden den Iran nicht von seinem Vorhaben abbringen.

Teheran spricht von medizinischer Nutzung

Der Westen wirft dem Iran vor, mit seinem Nuklearprogramm die Entwicklung von Atombomben zu verfolgen. Teheran hat das stets zurückgewiesen. Das höher angereicherte Material sei für die Herstellung medizinischer Isotopenquellen für die Behandlung von Krebspatienten bestimmt, hieß es.

Die Urananreicherungsanlage Fordo nahe der Stadt Kom galt lange als geheim und ist zum Schutz vor möglichen Luftangriffen in einen Berg gebaut worden. Ihre Existenz hatte die Führung in Teheran erst 2009 zugegeben. Die größte iranische Atomanlage befindet sich am Standort Natans im Zentrum des Landes.

Satellitenaufnahme einer mutmalichen Atomanlage bei der iranischen Stadt Ghom
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Auch beim schiitischen Wallfahrtsort Ghom im Nordwesten Irans soll sich eine Atomanlage befinden.

"Iran legt Grundstein für den Bau einer Atombombe"

US-Verteidigungsminister Leon Panetta hatte in einem am Wochenende ausgestrahlten Interview mit dem US-Fernsehsender CBS gesagt, der Iran sei vermutlich noch nicht dabei, eine Atombombe zu bauen. Allerdings lege das Land derzeit die Grundlagen für ein solches Vorhaben. Die internationale Gemeinschaft müsse daher den diplomatischen und wirtschaftlichen Druck aufrechterhalten, um Teheran von diesem Schritt abzuhalten.

Panetta hatte aber gleichzeitig erneut vor einem militärischen Angriff auf die iranischen Atomanlagen gewarnt, etwa durch Israel. Ein solcher könne leicht zu Racheakten von Seiten des Regimes in Teheran führen, sagte er. Diese könnten auch die in der Region stationierten US-Truppen betreffen.

Stand: 09.01.2012 21:28 Uhr

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