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28.05.2012

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Ausland
Iranerin soll offenbar doch hingerichtet werden
Justiz erwägt Erhängen wegen eines Ehebruchs

Iranerin soll offenbar doch hingerichtet werden

Sakineh Mohammadi-Aschtiani im iranischen Sender Press-TV (Foto: AFP) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Aschtianis Schicksal sorgt weltweit für Aufsehen. ]
Die Iranerin Sakineh Mohammadi Aschtiani, deren Schicksal seit Jahren weltweit für Entrüstung sorgt, muss weiterhin mit ihrer Hinrichtung rechnen. Die ursprünglich vorgesehene Steinigung könne in eine Hinrichtung durch Strangulieren umgewandelt werden, sagte der Chef der Justizverwaltung in der Provinz West-Aserbaidschan, Malek Aschdar Scharifi.

Gegen Aschtiani seien wegen Ehebruchs eine Todesstrafe durch Steinigung und wegen Ermordung ihres Mannes zehn Jahre Gefängnis verhängt worden, sagte Scharifi. Da er nicht über "die Mittel zur Vollstreckung der Steinigung" verfüge, komme nun das Erhängen in Betracht. Er warte auf eine Entscheidung der religiösen Instanzen. "Wir haben es nicht eilig", sagte Scharifi.

Fall löste international Aufsehen aus

Nach anhaltender Kritik aus dem Ausland schien die Todesstrafe im Juli aufgehoben worden zu sein. Vor einem Jahr zog Aschtianis Schicksal in Deutschland große Aufmerksamkeit auf sich, weil im Zusammenhang mit Recherchen zu dem Thema zwei Reporter der "Bild am Sonntag" mehrere Monate lang im Iran festgehalten wurden. Sie kamen erst nach rund vier Monaten im Februar wieder frei.

Die Reporter waren im Oktober 2010 festgenommen worden, als sie den Sohn Aschtianis interviewten. Den Reportern wurde vorgeworfen, ohne entsprechendes Visum als Journalisten gearbeitet zu haben.

Stand: 26.12.2011 02:37 Uhr
 

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