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Der Iran hat nach eigenen Angaben wie angekündigt mit der Produktion von auf 20 Prozent angereichertem Uran begonnen. Der Leiter der iranischen Atomenergiebehörde, Ali Akbar Salehi, sagte laut iranischer Nachrichtenagentur Irna, der Prozess sei in der Atomanlage Natans gestartet worden. Dort sollten nun jeden Monat drei bis fünf Kilogramm mittelangereichertes Uran produziert werden. Der arabische Kanal des iranischen Staatsfernsehens, Al Alam, hatte zuvor berichtet, Inspekteure der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) seien beim Start der Produktion zugegen gewesen.
[Bildunterschrift: Die Atomanlage von Natans: Hier reichert der Iran sein Uran an. ]
Gestern hatte die Regierung in Teheran in einem Schreiben an die IAEA angekündigt, den nuklearen Brennstoff für einen medizinischen Forschungsreaktor in Teheran selbst herstellen zu wollen. Zugleich kündigte die Führung des islamischen Landes an, binnen eines Jahres zehn weitere Anlagen zur Urananreicherung zu errichten.
Die IAEA hatte dem Iran im Oktober vorgeschlagen, Uran mit niedrigem Anreicherungsgrad nach Frankreich und Russland zu exportieren. Dort solle das Material stärker angereichert und dann in den Iran zurückgeliefert werden. Nach dem IAEA-Vorschlag sollte Teheran sein Uran in einer einzigen Lieferung ins Ausland schicken. Die iranische Führung forderte aber, den Austausch parallel und in Etappen zu vollziehen.
Wie der Chef der iranischen Atomenergiebehörde, Ali Akbar Salehi, mitteilte, werde der Iran seine Anreicherung stoppen, sollte Teheran parallel kleinere Mengen Uran austauschen dürfen. Für den Bau von Atomwaffen würde hochangereichertes Uran benötigt.
Gestern hatte die Bundesregierung angekündigt, den Druck auf die Führung des Landes zu erhöhen. Sie wolle die Aktionen des Landes "sehr sorgfältig beobachten", sagte Regierungssprecher Wilhelm. USA und EU verdächtigen den Iran, unter dem Vorwand eines zivilen Atomprogramms Nuklearwaffen zu entwickeln.
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