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Regierung in Teheran gibt Unterstützung offiziell zu
Iranische Revolutionsgarden helfen Assad
Die Revolutionsgarden des Iran sind nach eigenen Angaben mit Beratern in Syrien vor Ort. Es handele sich aber nicht um militärische Unterstützung, zitierte die iranische Nachrichtenagentur Isna den Kommandeur der Elitetruppe, Mohammed Ali Dschafari. Der General sagte bei einer Pressekonferenz in Teheran, dass die Revolutionsgarden finanzielle und die Spezialeinheit Kuds "intellektuelle und beratenden Hilfe" leisteten. Dies stellt nach Ansicht Dschafaris aber keine militärische Präsenz dar. Sollte Syrien jedoch angegriffen werden, würde der Iran dem Land auch mit Soldaten beistehen. "Aber das hängt komplett von den Umständen ab."
Die USA und die syrischen Rebellen dagegen bezichtigen die Revolutionsgarden bereits seit längerem, Waffen an Assad zu liefern und aktiv an Gefechten teilzunehmen.
Es ist das erste Mal, dass ein hochrangiger Armeekommandeur derartige Hilfen des Iran für Syrien zugibt. Die Islamische Republik ist einer der wenigen und zugleich wichtigsten Verbündeten von Präsident Assad, der seit eineinhalb Jahren einen Aufstand gegen seine Herrschaft niederzuschlagen versucht.
Festgenommene "Pilger" waren Soldaten
Bislang hatten Regierungsvertreter lediglich eingeräumt, dass der Iran der Führung in Damaskus mit medizinischer und humanitärer Hilfe zur Seite stehe. Eine militärische Verwicklung wurde stets dementiert. Anfang August hatten syrische Rebellen hatten einen Bus abgefangen und dabei 48 Iraner festgenommen. Anfänglich hatte Teheran erklärt, es handele sich lediglich um harmlose Pilger. Nun räumte Teheran ein, was viele bereits damals vermutet hatten, dass es sich um ehemalige Soldaten und Mitglieder der Revolutionsgarden handelte.
Wie viele Kuds-Mitglieder in Syrien seien, sagte Dschafari bei seiner Pressekonferenz nicht. Kuds ist eine Einheit der Revolutionsgarden. Sie ist unter anderem für die Verbreitung der Ideologie der iranischen Führung im Ausland zuständig. Sie steht im Verdacht, im Irak nach dem Sturz Saddam Husseins Drahtzieher mehrerer Anschläge gewesen zu sein. Der Iran betrachtet Syrien als einen der wichtigsten Partner im Widerstand gegen Israel und arabische Länder unter sunnitischer Führung.
Stand: 16.09.2012 18:08 Uhr
