Rettungskräfte und Einsatzfahrzeuge stehen nahe der Unglücksstelle | Bildquelle: REUTERS

Flugzeugunglück im Iran Keine Klarheit über Zahl der Toten

Stand: 19.02.2018 05:43 Uhr

Das Wrack des im Iran abgestürzten Flugzeugs wird in einer abgelegenen Region vermutet - die Bergungsarbeiten sollen heute weitergehen. Die Zahl der Toten und die Ursache sind weiter unklar.

Von Karin Senz, ARD-Studio Istanbul

Nach dem Flugzeugabsturz im Iran sollen heute bei der Bergung professionelle Bergsteiger zum Einsatz kommen. An Bord der Maschine waren wahrscheinlich 65 Passagiere.

Ursprünglich war von 66 Menschen an Bord der Propellermaschine ausgegangen worden. Aber ein Passagier habe den Flug verpasst, schreibt die iranische Nachrichtenagentur Irna.

Noch immer ist nicht klar, ob es wirklich keine Überlebenden bei dem Flugzeugunglück im Südwesten des Iran gibt. Die Rettungskräfte mussten ihre Suche nach dem Flugzeugwrack am Sonntagabend wegen der Dunkelheit und schlechten Wetters abbrechen. An der Absturzstelle hatte es einen Schneesturm gegeben.

Helfer erreichen Absturzstelle von iranischem Flugzeug
tagesschau 10:00 Uhr, 19.02.2018

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Absturz in abgelegener Region

Die Maschine wird im Sagos-Gebirge in 3500 Metern Höhe vermutet. Dort war die Propellermaschine der Fluggesellschaft Aseman Airlines gegen den Berg Dena geprallt. Es ist eine abgelegene Region und schwer zugänglich.

Hubschrauber konnten wegen schlechten Wetters nicht landen, sollen aber wenn möglich heute zum Einsatz kommen. Die Passagiermaschine war auf dem Weg von Teheran in die Stadt Jasudsch rund 500 Kilometer südlich. Kurz vor dem Ziel verschwand sie vom Radar. Die Ursache für den Absturz ist noch unklar.

Airline hat schlechten Ruf

Aseman Airlines hat keinen guten Ruf. Die Fluggesellschaft gilt als unsicher und steht auf einer Schwarzen Liste der EU-Kommission. Sie fliegt vor allem inneriranische Strecken, ist aber auch international im Nahen Osten unterwegs. Die abgestürzte Maschine war 25 Jahre alt. Viele Passagiermaschinen im Iran sind noch deutlich älter.

In den vergangenen 15 Jahren war es zu mindestens sechs schweren Flugzeugunglücken mit hunderten Toten gekommen.

Keine Maschinen wegen Sanktionen

Wegen der Sanktionen im Zusammenhang mit dem Atomstreit konnte der Iran keine neuen Flugzeuge kaufen. Nach dem Atomdeal 2015 war das dann zwar möglich. Es wurden auch Verträge unter anderem mit Airbus und Boing geschlossen. Bis jetzt sind dem Iran aber nur rund ein Dutzend Maschinen übergeben worden.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 19. Februar 2018 um 06:00 Uhr.

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