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[Bildunterschrift: Demonstration vor dem Capitol in Washington gegen den Irak-Krieg ]
In Washington haben mehrere tausend Menschen gegen den Krieg im Irak demonstriert. Zu der Kundgebung kamen nach Schätzungen etwa 4000 bis 6000 Menschen - deutlich weniger als von den Veranstaltern erwartet. Die Demonstranten forderten auf Spruchbändern den sofortigen Abzug der US-Streitkräfte aus dem Irak und eine Amtsenthebung von US-Präsident George W. Bush. Erst vor zwei Tagen hatte Bush in einer Rede Forderungen nach einem baldigen Truppenabzug eine Absage erteilt.
"Heute antworten Bush tausende Menschen in den Straßen von Washington und in anderen Städten, um ein sofortiges Ende des Kriegs im Irak zu fordern", sagte der Koordinator der Anti-Kriegs-Organisation "Answer Coalition", Brian Becker. Unter den Demonstranten waren neben Familien mit Kindern und Studenten auch Kriegsveteranen und Eltern im Irak getöteter Soldaten. Unter den Rednern war auch Cindy Sheehan, die im Irak ihren Sohn verlor und daraufhin zur Galionsfigur der US-Kriegsgegner wurde.
Die wichtigsten Ereignisse im Irak, der Stimmungsumschwung in den USA. [multimedia]
[Bildunterschrift: Veteran der US-Armee unterstützt den Kurs von Präsident Bush ]
Einige Straßen entfernt versammelten sich rund 1000 Gegendemonstranten. Sie wollten ihre Unterstützung für die US-Truppen im Irak bekunden, erklärte der frühere Oberstleutnant der Luftwaffe Robert Patterson. In dem seit März 2003 dauernden Krieg kamen bereits 3760 US-Soldaten ums Leben. Derzeit sind rund 168.000 US-Soldaten im Irak.
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