Bombenserie im Irak: Tote bei weiteren Anschlägen

Bombenserie erschüttert den Irak

Dutzende Tote bei weiteren Anschlägen

Bei einer weiteren Anschlagsserie im Süden des Iraks sind mindestens 28 Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt worden. Die Sprengsätze detonierten nach Polizeiangaben kurz vor Sonnenuntergang. Zu der Zeit kommen die Muslime im Ramadan zum Fastenbrechen zusammen.

Der schlimmste Anschlag ereignete sich in der vorwiegend von Schiiten bewohnten Stadt Kerbala. Dort explodierte eine Autobombe nahe eines Marktes. Sieben Menschen starben, elf weitere wurden verletzt. In Nasiriya, rund 400 Kilometer südlich der Hauptstadt Bagdad, detonierten zwei Autobomben gleichzeitig vor einer Gewerkschaftszentrale.

Auch in Nasiriya, südlich von Bagdad, detonierten zwei Autobomben. (Bildquelle: REUTERS)
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In Nasiriya, etwa 400 Kilometer südlich von Bagdad, detonierten zwei Autobomben.

Die Sprengsätze rissen zwei Menschen in den Tod, 25 wurden verletzt. Auch in den Städten Kut und Hilla gingen Autobomben hoch. In Basra im Süden des Landes soll es ebenfalls Explosionen gegeben haben. Bereits am Freitag waren bei einer Serie von Bombenanschlägen landesweit mehr als 60 Menschen ums Leben gekommen.

Konflikt eskaliert seit Monaten

Der Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten, die die Regierung des Landes dominieren, ist in den vergangen Monaten im Irak eskaliert. Seit Beginn des Jahres werden fast täglich Anschläge verübt. Im Juni starben mehr als 750 Menschen, auch im Juli gab es Hunderte Tote. Grund sind die wachsenden Spannungen zwischen Sunniten und Schiiten. Viele Anschläge werden sunnitischen Aufständischen angelastet. Sie fühlen sich von der schiitischen Mehrheit unterdrückt, die nach dem Sturz des Diktators Saddam Hussein im Jahr 2003 die Regierung dominiert.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 14. Juli 2013 um 20:00 Uhr.

Stand: 14.07.2013 20:52 Uhr

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