Mindestens 70 Tote bei Anschlagsserie im Irak

Erneute Welle der Gewalt

Mindestens 70 Tote bei Anschlägen im Irak

Eine erneute Serie von Anschlägen und Angriffen hat den Irak erschüttert. Mindestens 70 Menschen wurden getötet.

Acht Autobomben detonierten in von Schiiten dominierten Bezirken der Hauptstadt Bagdad. Dabei kamen 46 Menschen ums Leben, 120 weitere wurden verletzt, wie die Polizei mitteilte. In der nördlich von Bagdad gelegenen Stadt Samarra kamen bei einer Autobombenexplosion zwei Menschen ums Leben, zwölf weitere wurden verletzt.

Bei einem doppelten Autobombenanschlag in der südlichen Hafenstadt Basra kamen laut Sicherheitskräften 13 Menschen ums Leben. Weitere 48 Menschen seien verletzt worden.

In der westlich von Bagdad gelegenen, sunnitisch dominierten Unruheprovinz Al Anbar wurden in der Nacht zu Montag 24 Polizisten bei Angriffen auf Polizeiwachen getötet.

Viele Tote bei neuer Anschlagsserie im Irak
H.-M. Ehl, ARD Kairo
20.05.2013 15:45 Uhr

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Zerstörte Autos nach dem Anschlag von Basra (Bildquelle: REUTERS)
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Ein Marktplatz war eines der Anschlagsziele in Basra.

700 Opfer allein im April

Die Gewalt im Irak hat im April Ausmaße angenommen wie seit fast fünf Jahren nicht mehr. Nach Angaben der UN starben im vergangenen Monat mehr als 700 Menschen bei Anschlägen und Angriffen.

Die Gewalt geht vornehmlich von Ablegern der Extremistenorganisation Al Kaida und anderen sunnitischen Gruppen aus, die mit vielen Anschlägen die von Schiiten dominierte Regierung schwächen wollen. Zudem verschärft sich die Lage im Irak zunehmend durch den Bürgerkrieg im Nachbarland Syrien.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 20. Mai 2013 um 20:00 Uhr.

Stand: 20.05.2013 16:44 Uhr

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