Zerstörte Häuser in Mossul | Bildquelle: ARD-Kairo

Geberkonferenz in Kuwait Zu wenig Hilfe für den Irak

Stand: 14.02.2018 16:57 Uhr

Zum Abschluss der Wiederaufbaukonferenz haben die Teilnehmerstaaten Milliardenhilfen für den Irak zugesagt. Doch das Geld reicht nicht annähernd - entsprechend groß ist die Enttäuschung.

Mehrere Regierungen haben dem Irak beim Wiederaufbau des zerstörten Landes Hilfen in Höhe von rund 30 Milliarden Dollar (etwa 24 Milliarden Euro) zugesagt. Zum Abschluss einer dreitägigen Geberkonferenz in Kuwait machten neben dem Gastgeber die Türkei und Saudi-Arabien die größten Zusagen. Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) zeigte sich dennoch enttäuscht von der mangelnden Solidarität der internationalen Geber.

Gerd Müller | Bildquelle: dpa
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Entwicklungshilfeminister Müller ist von der internationalen Hilfe für den Irak enttäuscht.

Deutschland stellte eine Unterstützung von 350 Millionen Euro in Aussicht, die Europäische Union kündigte Investitionen im Volumen von 400 Millionen Euro an. Die Türkei sagte in Kuwait fünf Milliarden Dollar (rund vier Milliarden Euro) in Form von Krediten zu, wie Außenminister Mevlüt Cavusoglu erklärte. Kuwait kündigte Hilfe in Höhe von zwei Milliarden Dollar an. Saudi-Arabien will 1,5 Milliarden Dollar geben, Katar eine Milliarde Dollar, wie die Regierungen erklärten.

Geberkonferenz beschließt Milliardenhilfe für Wiederaufbau im Irak
tagesschau 20:00 Uhr, 14.02.2018, Daniel Hechler, ARD Kairo, zzt. Mossul

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Irak benötigt mindestens 88 Milliarden Dollar

Allerdings benötigt der Irak nach mehr als drei Jahren Krieg gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" nach Angaben der Weltbank insgesamt etwa 88 Milliarden Dollar, um der Wirtschaft und Infrastruktur in dem zerstörten Land wieder auf die Beine zu helfen. Damit liegt die Gesamtsumme der Geberländer und Hilfsorganisationen deutlich unter der veranschlagten Summe. Alleine der Wiederaufbau von Wohngebäuden wird nach irakischen Schätzungen 17 Milliarden Dollar kosten. In Mossul müssen nach UN-Schätzungen 40.000 Unterkünfte wieder aufgebaut werden.

UNO-Hilfsprogramm angekündigt

Rückkehrer in Mossul | Bildquelle: dpa
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Nach den Kämpfen kehren die Bewohner von Mossul zurück in ihre Stadt.

Der Irak war 2014 nach Jahrzehnten mit Sanktionen und Krieg von der IS-Miliz überrannt worden. Zeitweise stand ein Drittel des Staatsgebiets unter Kontrolle der Dschihadisten. Im Dezember verkündete Bagdad schließlich den Sieg über den IS. 2,5 Millionen Binnenvertriebene warten weiterhin auf die Rückkehr in ihre Häuser.

UN-Generalsekretär Antonio Guterres richtete einen Appell an die in Kuwait versammelten Regierungen. Die Weltgemeinschaft stehe wegen des Kampfes des Irak gegen den IS in der Schuld des Landes. "Es ist an der Zeit, unsere Dankbarkeit und Solidarität mit dem irakischen Volk zu bekunden", sagte Guterres. Er kündigte ein neues UNO-Hilfsprogramm an, mit dem die Lebensbedingungen der Iraker kurzfristig verbessert werden sollen.

Geberkonferenz sagt Irak Milliardenhilfen zu
Carsten Kühntopp, ARD Kairo
14.02.2018 22:10 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 14. Februar 2018 um 17:00 Uhr.

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