Irak: Tödlichster Monat seit fünf Jahren

Im April mehr als 700 Anschlagsopfer im Irak

Tödlichster Monat seit fünf Jahren

Im Irak sind im vergangenen Monat so viele Menschen ums Leben gekommen wie seit fünf Jahren nicht mehr. Bei Terror- und Gewalttaten starben 712 Menschen, mehr als 1600 wurden verletzt. Unter den irakischen Sicherheitskräften gab es 117 Tote und 195 Verletzte.

Doppelt soviele Menschen getötet wie noch im März
tagesschau 17:00 Uhr, 03.05.2013, Volker Schwenck, ARD Kairo

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Doppelt so viele Opfer wie im Vormonat

Der April markiere damit den blutigsten Monat seit Juni 2008, teilte die UN-Mission Unami (United Nations Assistance Mission for Iraq) in New York mit. Damit hat sich die Zahl der toten und verletzten Zivilisten im April im Vergleich zum Vormonat etwa verdoppelt. Trauriger Spitzenreiter unter den Provinzen des Landes ist die Hauptstadt Bagdad, auf die allein 211 getötete und 486 verletzte Zivilisten entfielen.

Fast täglich werden im Irak Anschläge verübt. (Bildquelle: dpa)
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Fast täglich werden im Irak Anschläge verübt.

Fast täglich passiert in dem Land ein Anschlag. Vor allem radikale Islamisten, die mit Al Kaida sympathisieren, sind für zahlreiche Attentate verantwortlich. Aber auch religiöse Spannungen zwischen der sunnitischen Minderheit und der schiitischen Mehrheit kosten regelmäßig Menschenleben. In jüngster Zeit waren mehrere sunnitische Regierungsmitglieder aus Protest gegen Ministerpräsident Maliki zurückgetreten.

UN: "Kritische Phase"

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon und sein Sondergesandter für den Irak, Martin Kobler, riefen dazu auf, den Dialog zu suchen, um die "kritische Phase", die der Irak durchmache, zu überwinden.

Stand: 02.05.2013 22:29 Uhr

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