Peschmerga-Kämpfer auf Panzern | Bildquelle: dpa

Irakische Streitkräfte in Mossul Großer Fortschritt - aber noch kein Sieg

Stand: 01.11.2016 19:06 Uhr

Zum ersten Mal seit Beginn ihrer Offensive haben irakische Streitkräfte eigenen Angaben zufolge die Stadtgrenze zu Mossul überschritten. Doch der Kampf gegen den IS ist damit noch lange nicht beendet. Unterdessen geht die Türkei weiter auf Konfrontationskurs.

Von Anne Allmeling, ARD-Studio Kairo

Dunkler Rauch steigt über den Häusern am Stadtrand von Mossul auf, das Artilleriefeuer ist kilometerweit zu hören: Irakische Spezialkräfte haben das Stadtgebiet von Mossul erreicht - erstmals seit Beginn ihrer Offensive gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat".

Am frühen Morgen waren die Soldaten mit Geschützen, Panzern und Maschinengewehren bereits bis an die östliche Grenze der Großstadt herangerückt. Am Nachmittag meldete dann der Chef der irakischen Anti-Terror-Kräfte, Elite-Einheiten der Armee hätten den östlichen Stadtteil Gogdschali und ein Fernsehgebäude direkt an der Stadtgrenze eingenommen.

Die Lage in Mossul
morgenmagazin, 02.11.2016, Alexander Stenzel, ARD Kairo

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Unterstützt wurden die Streitkräfte von Luftangriffen der US-geführten Anti-IS-Koalition, sagte deren Sprecher John Steve: "Wir koordinieren jeden Luftschlag mit den irakischen Sicherheitskräften und benutzen nur Präzisionswaffen, denn wir teilten die Sorge der irakischen Sicherheitskräfte um das Leben der Zivilisten. Der Premierminister und die irakische Regierung sagen uns, wo wir unsere Luftschläge einsetzen sollen."

Schutz der Zivilisten an oberster Stelle

Immer noch sind die Stadt und Hunderte Dörfer unter der Kontrolle der Terroristen. In Mossul selbst sollen sich noch bis zu eineinhalb Millionen Menschen befinden. Sie werden offenbar daran gehindert, die Stadt zu verlassen. Der Sprecher des irakischen Verteidigungsministeriums, Tahsien Ibrahim Al Khafagi, betonte in einer Pressekonferenz, die Regierung tue alles, um die Zivilisten zu schützen. "Wir haben den Flüchtlingen sicheres Geleit gegeben und Befehle erteilt, dass die Luftangriffe die Infrastruktur der Stadt nicht treffen. Zudem sind wir in ständigem Kontakt mit den örtlichen Behörden innerhalb Mossuls", führt Al Khafagi aus. Außerdem seien einige Notunterkünfte für Flüchtlinge eingerichtet worden.

Alexander Stenzel, ARD Kairo, zur Lage in Mossul
morgenmagazin, 02.11.2016

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Seit mehr als zwei Wochen rücken irakische Soldaten, deren kurdische Verbündete sowie sunnitische und schiitische Milizen aus verschiedenen Richtungen auf Mossul vor und kreisen die Stadt langsam ein. Trotz der jüngsten Erfolge wird erwartet, dass die Operation zur Befreiung der Stadt Wochen, wenn nicht gar Monate dauert.

Spannungen mit der Türkei halten an

Der irakische Ministerpräsident Haidar al-Abadi gab sich bei einem Besuch an der Südfront der Stadt zuversichtlich, warnte aber auch vor ausländischer Einmischung: "Alle kämpfen Seite an Seite, um den Irak zu befreien. Allerdings gibt es manche, die Angst schüren wollen, wie die Türken. Wir respektieren die Nachbarschaft und alle Nachbarländer und die Länder der Region. Wir wollen weder Krieg noch Streit mit ihnen." Doch al-Abadi fügt auch hinzu: "Hier geht es um unser Land und der Irak gehört den Irakern. Niemand darf im Namen der Iraker sprechen oder sich die Angelegenheiten des Irak einmischen."

In der irakischen Region Baschika in der Nähe von Mossul sind bereits türkische Soldaten stationiert. Ihre Präsenz ist ein Streitpunkt zwischen dem Irak und der Türkei. Die Zentralregierung in Bagdad fordert deren Abzug, Ankara lehnt das ab - und verlegt nun noch weitere Panzer in das Grenzgebiet zum Irak. Die staatliche Nachrichtenagentur Andalou meldete, eine Kolonne sei von der Hauptstadt Ankara aus auf dem Weg in die Stadt Silopi im Südosten der Türkei, die etwa 30 Kilometer von der Grenze entfernt liegt. Der türkische Verteidigungsminister Fikri Isik sagte, die Türkei kämpfe im eigenen Land gegen den Terror, zugleich gebe es aber "wichtige Entwicklungen" auf der irakischen Seite der Grenze.

Irakische Streitkräfte erreichen offenbar Mossul
A. Allmeling, ARD Kairo
01.11.2016 18:37 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 01. November 2016 um 20:00 Uhr.

Korrespondentin

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