Karte: Irak mit Bagdad und Nasiriyya

Terror im Süd-Irak Dutzende Tote bei Selbstmordanschlägen

Stand: 14.09.2017 20:48 Uhr

Mehr als 80 Menschen sind bei zwei Anschlägen in der Nähe der südirakischen Stadt Nasiriyya getötet worden. Die Terrorgruppe "Islamischer Staat" bekannte sich zu den Angriffen auf ein Restaurant und einen Kontrollposten.

Mehr als 80 Menschen sind zwei Bombenanschlägen in der Nähe der südirakischen Stadt Nasiriyya zum Opfer gefallen. Mehr als 100 Menschen wurden verletzt, als Terroristen ein Restaurant und einen Kontrollposten mit Feuerwaffen und Sprengstoff angriffen, teilte ein Sprecher der Gesundheitsbehörde mit.

Die Terrorgruppe "Islamischer Staat" (IS) reklamierte die Attentate für sich: "Dutzende Schiiten" seien getötet worden, hieß es in der Erklärung der Propaganda-Agentur Amak, des Sprachrohrs der radikalen sunnitischen IS-Miliz.

Viele iranische Pilger unter den Toten

Das angegriffene Restaurant und der Kontrollposten liegen an einer Autobahn südwestlich von Nasiriyya. In dem Lokal habe ein Angreifer eine Sprengstoffweste gezündet, gleichzeitig hätten drei oder vier weitere Angreifer auf die Gäste in dem Restaurant geschossen. Nach Angaben des Gouverneurs der betroffenen Provinz handelt es sich bei den meisten Toten um iranische Pilger, die in dem Restaurant zu Gast waren. Die Zahl der Toten könne noch steigen, da einige Menschen sehr schwer verletzt worden seien.

Armee rückt auf IS-Hochburgen vor

Im Norden des Irak bereitet die Armee zurzeit eine Offensive auf die letzten IS-Hochburgen des Landes vor. Einheiten der irakischen Artillerie sind bei den Ortschaften Rawa und Anna in Stellung gegangen. Dort und in dem Ort Al-Kaim nahe der syrischen Grenze halten sich nach Einschätzung der Armee noch rund 1500 Dschihadisten verschanzt.

Auch für die Stadt Hawidscha rund 300 Kilometer nördlich von Bagdad hat die irakische Armee eine Offensive angekündigt. Anfang Juli hatten die Streitkräfte die IS-Miliz bereits aus Mossul vertrieben, der zweitgrößten Stadt des Landes.

Über dieses Thema berichteten am 14. September 2017 Deutschlandfunk um 16:00 und 17:00 Uhr in den Nachrichten sowie Inforadio um 16:33 Uhr.

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