Karte: Irak mit der Provinz Anbar

14 Tote im Irak Selbstmordanschlag in Flüchtlingslager

Stand: 03.07.2017 14:12 Uhr

Die Stadt Kaim im Irak ist noch immer vom "Islamischen Staat" besetzt. Ihre Bewohner sind geflüchtet und in einem Flüchtlingslager untergekommen. Nun hat sich dort ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt und 14 Menschen getötet.

Bei einem Selbstmordattentat in einem irakischen Flüchtlingslager sind mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen. Irakischen Behördenangaben zufolge war der Täter als Frau verkleidet. Er sprengte sich in die Luft.

Polizist wollte offenbar noch eingreifen

Ein Sprecher der Provinz Anbar, in der sich der Vorfall ereignete, berichtete von einem Polizisten, der den Attentäter umarmt hatte. Möglicherweise wollte er so die Zahl der Opfer gering halten. Die verschleierte Person sei dem Beamten offenbar verdächtig vorgekommen. Auch er kam ums Leben.

In dem Flüchtlingslager leben Bürger der vom "Islamischen Staat" gehaltenen Stadt Kaim. Sie waren vor den Extremisten geflüchtet. Irakische Truppen haben den IS aus weiten Teilen der Provinz Anbar vertrieben. Zu dem Attentat bekannte sich bisher niemand.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 02. Juli 2017 um 23:00 Uhr.

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