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28.05.2012

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Ausland
IPCC-Bericht: Extreme Wetterlagen nehmen zu
Erste Informationen aus dem IPCC-Extremwetterbericht

Größere Hitze und zerstörerische Hurrikans

Der Weltklimarat (IPCC) rechnet mit mehr Hitzewellen in Europa, zunehmender Dürre in Afrika und einem steigenden Meeresspiegel. Dies wurde bereits vorab aus dem Extremwetterbericht bekannt, der am Freitag offiziell im ugandischen Kampala vorgestellt werden soll.

Weltweit geht der IPCC bis zum Jahr 2100 von einem durch den Treibhauseffekt verursachten Temperaturanstieg um ein bis fünf Grad Celsius aus. Insbesondere in den westeuropäischen Mittelmeerstaaten rechnen die Forscher dadurch mit Hitzewellen wie der von 2003. Da sich das Land stärker aufheize als das Meer, könnten es dort dann mehr als sechs Grad sein, machte der Kieler Klimaforscher Mojib Latif deutlich.

Für die USA und die Karibik prognostizieren die Experten noch zerstörerische Hurrikans, die kleinen pazifischen Inseln sind weiter durch einen Anstieg des Meeresspiegels bedroht. In Westafrika rechnet der IPCC vor allem in den Regionen mit noch mehr Dürre, in denen es bereits Hungersnöte gibt. Einige Regionen könnten so praktisch unbewohnbar werden, warnen die Experten.

Satellitenbild Wirbelsturm "Irene" (Foto: dpa) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Hurrikane könnten nach Berechnungen des IPCC noch zerstörerischer werden - Satellitenbild des Wirbelsturms "Irene" (Archiv) ]

Ärmere Staaten leiden besonders unter Klimawandel

Wie stark sich Überschwemmungen und Dürre auswirkten, hänge auch von den Maßnahmen ab, die gegen solche extremen Wetterphänomene ergriffen würden, heißt es in dem Bericht. Bei teuren Vorkehrungen wie Frühwarnsystemen oder stabileren Gebäuden seien ärmere Länder aber im Nachteil, weil ihnen dafür schlichtweg die Finanzkraft der wohlhabenden Industriestaaten fehle.

In den Extremwetterbericht flossen Tausende Studien ein. Er soll auch Teil des nächsten großen Klimaberichts sein, der 2014 veröffentlicht wird. Der 1988 gegründete IPCC wurde 2007 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet, weil er den Klimawandel in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt hatte.

Audio: Extreme Dürre und furchtbare Hitze

AudioMojib Latif, DLF 17.11.2011 06:47 | 00:10:32
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Stand: 16.11.2011 18:26 Uhr
 

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