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Das Internet platzt aus allen Nähten: Die oberste Vergabestelle für die IP-Adressen hat symbolisch die letzten fünf Kennziffer-Blöcke an Vertreter der Vergabestellen in den Kontinenten vergeben. Faktisch waren die letzten beiden Blöcke bereits zuvor der Vergabestelle für den asiatisch-pazifischen Raum zugeteilt worden. Damit ist der verfügbare Pool nach dem alten IPv4-Standard für Computer, netzfähige Mobiltelefone und andere Geräte ausgeschöpft, teilte die Internet Assigned Numbers Authority (IANA) mit.
Die Organisation mit Sitz in Miami forderte einen beschleunigten Übergang zum Nachfolge-Standard IPv6. Damit erhöht sich die Zahl möglicher IP-Adressen von derzeit rund 4,3 Milliarden auf die kaum fassbare Zahl von 340 Sextillionen. Möglich wird dies, weil die IPv6-Adressen aus 128 Nummern bestehen.
[Bildunterschrift: Laut BITKOM-Präsident Scheer hinkt Europa bei der Umstellung auf IPv6 hinterher. ]
Viele Netzbetreiber haben bereits einen Teil der für die Umstellung auf IPv6 erforderlichen Arbeiten abgeschlossen. Experten kritisieren aber, dass dies zu langsam geschehe. Der Präsident des deutschen IT-Branchenverbands BITKOM, August-Wilhelm Scheer, erklärte, noch längst nicht alle Internet-Provider seien in der Lage, ihren Kunden Dienste auf Basis von IPv6 anzubieten. Europa hinke Asien und Amerika hinterher.
Gleichzeitig empfahl Scheer, nur noch Hardware und Programme zu kaufen, die den neuen Standard unterstützten. Am 8. Juni soll es einen weltweiten Feldtest geben, bei dem viele Web-Angebote über den neuen Standard zu erreichen sein werden. In der Übergangsphase von IPv4 auf IPv6 sollen aber beide Protokolle unterstützt werden.
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