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China und Japan ringen bei UN-Vollversammlung
Der Inselstreit beschäftigt auch New York
Japan und China haben sich im Streit um eine Inselgruppe im Ostchinesischen Meer vor den Vereinten Nationen in New York ein heftiges Wortgefecht geliefert. Der chinesische Außenminister Yang Jiechi beschuldigte Japan, die Felseninseln von China "gestohlen" zu haben, berichteten japanische Medien. Die japanische Seite habe daraufhin mit dem Vorwurf gekontert, Chinas Behauptungen entbehrten jeder Grundlage.
Japans Wirtschaft und der Inselstreit mit China
P. Kujath, ARD-Hörfunkstudio Tokio
28.09.2012 09:46 Uhr
Die USA forderten beide Seiten auf, kühlen Kopf zu bewahren. China und Japan sollten miteinander reden und die Wogen glätten, zitierte ein Sprecher US-Außenministerin Hillary Clinton. Sie hatte am Donnerstag am Rande der UN-Vollversammlung mit ihrem chinesischen Kollegen Yang über den Konflikt gesprochen. Für heute ist ein gemeinsames Treffen mit ihren Kollegen aus Japan und Südkorea geplant. Die Regierung in Seoul hat mit Japan ebenfalls einen Grenzkonflikt.
China und Japan streiten sich um eine unbewohnte Inselgruppe nordöstlich von Taiwan. Die umliegenden Gewässer sind reich an Fischen, in der Region werden umfangreiche Erdgasvorkommen vermutet. Der Konflikt hat sich zugespitzt, nachdem die japanische Regierung trotz scharfer Warnungen aus Peking einen Teil der Inselgruppe einem privaten japanischen Besitzer abkaufte.
In China kam es daraufhin zu den heftigsten Protesten und Übergriffen auf japanische Einrichtungen seit Jahrzehnten. Japanische Firmen klagen seitdem über Absatzrückgänge in China.
Stand: 28.09.2012 07:46 Uhr
