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In stürmischer See ist vor der indonesischen Insel Sumatra eine Fähre mit mehr als 300 Menschen an Bord gesunken. Die vorläufige Bilanz des Unglücks: Mindestens 20 Menschen starben, die meisten Passagiere aber konnten gerettet werden. Unklar ist, ob Menschen im Schiffsrumpf eingeschlosssen waren.
Von Bernd Musch-Borowska, ARD-Studio Südasien
Die Fähre Dumai Express ist am Morgen bei schlechtem Wetter gesunken. Das Schiff war von der Insel Batam auf dem Weg nach Pekanbaru in der Provinz Riau auf Sumatra. Gegen 10.00 Uhr Ortszeit sei das Schiff vor der Insel Karimun in der Nähe von Singapur gekentert, hieß es.
Die Rettungsarbeiten wurden den ganzen Tag über durch schlechtes Wetter und schweren Seegang behindert. Für kleinere Schiffe sei es wegen der hohen Wellen sehr schwer gewesen, zur Unglücksstelle zu gelangen. Nach und nach wurden jedoch die meisten Passagiere aus dem Wasser gefischt.
[Bildunterschrift: Ein Überlebender des Fährunglücks in der Stadt Tanjung Balai auf der Insel Karimun. ]
Unklar ist noch, wieviele Menschen insgesamt an Bord waren. Auf der Passagierliste waren nur 213 Personen eingetragen.
Nach Angaben der indonesischen Schifffahrtsbehörden wurden fast 300 Passagiere gerettet. Die Dumai Express soll aber nur für 273 Passagiere zugelassen gewesen sein. Ein Militärsprecher schloss nicht aus, dass weitere Passagiere im Schiffsrumpf eingeschlossen waren, als die Fähre in drei Meter hohen Wellen unterging.
Die genaue Unglücksursache ist noch nicht bekannt. Neben einer Überladung kommt nach offiziellen Angaben ein technisches Problem in Frage. Außerdem werde geprüft, ob der Kapitän oder der Hafenmeister angesichts der schwierigen Wetterverhältnisse das Auslaufen des Schiffes hätten verhindern müssen.
Kurz nach dem Untergang der Fähre Dumai Express lief ein zweites Schiff der Gesellschaft bei schwerem Seegang auf Grund. Auch diese Fähre, die zwischen den indonesischen Inseln Batam und Moro verkehrt, hatte fast 300 Menschen an Bord. Alle Passagiere und Besatzungsmitglieder konnten jedoch gerettet werden.
In Indonesien, einem aus mehr als 17.000 Inseln bestehenden Archipel, sind Fähren wichtige Transportmittel. Wegen mangelnder Sicherheitsvorkehrungen kommt es häufig zu Unglücken. Im Januar kamen bis zu 335 Menschen ums Leben, als eine Fähre in rauer See vor der Insel Sulawesi kenterte. Im Dezember 2006 starben bei einem Fährunglück vor der Küste Javas fast 500 Menschen.
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