Bewohner von Padang flüchten in höher gelegene Gebiete. | Bildquelle: REUTERS

Tsunamiwarnungen zurückgenommen Indonesien befürchtet Tote nach schwerem Erdbeben

Stand: 02.03.2016 16:22 Uhr

Vor den Küste der indonesischen Insel Sumatra hat es ein Erdbeben der Stärke 7,7 gegeben. Zwischenzeitlich veröffentlichte Tsunamiwarnungen für Sumatra und Australien wurden inzwischen wieder aufgehoben, genaue Angaben über Opfer und Schäden gibt es noch nicht.

Südwestlich der indonesischen Insel Sumatra hat sich ein starkes Erdbeben ereignet. Das Potsdamer Helmholtz-Zentrum gab die Stärke am Mittwochnachmittag mit 7,7 an. Zuvor hatte die geologische US-Behörde USGS von einer Stärke von 8,2 berichtet, inzwischen korrigierte sie sich auf 7,9. Japanische Seismologen maßen eine Stärke von 8,3. Das Beben ereignete sich gegen 19.40 Uhr Ortszeit (13.30 Uhr MEZ).

Ob oder wie viele Tote es gab, ist derzeit noch unklar: Heronimus Guru, Chef der Rettungskräfte, hatte zunächst von Todesopfern gesprochen, stellte jedoch später fest, dass es dazu noch keinen genauen Informationen gebe. Die Rettungsarbeiten würden durch die bereits hereingebrochene Dunkelheit erschwert.

Eine Karte von Indonesien mit Padang.
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Eine Karte von Indonesien mit Padang.

Tsunamiwarnungen inzwischen aufgehoben

Indonesische Behörden hatten kurz nach dem Beben eine Tsunamiwarnung für Teile von Sumatra herausgegeben, sie wurde jedoch inzwischen wieder aufgehoben. Auch die australische Tsunamiwarnung für die Westküste gilt nicht mehr. Nach der Warnung waren viele Menschnen auf Sumatra panisch an höhrere Punkte geflohen, der Verkehr war zwischenzeitlich zusammengebrochen.

Laut USGS ereignete sich das Beben 800 Kilometer südwestlich von Padang auf Sumatra in einer vergleichsweise geringen Tiefe von 24 Kilometern. Das Helmholtz-Zentrum meldete, das Beben habe in diesem Fall nur zu horizontalen und nicht zu vertikalen Verschiebungen des Meeresbodens geführt. Zu vertikalen Verschiebungen komme es, wenn sich Beben näher an der Küste ereigneten.

Professor Frederik Tilmann vom Helmholtz-Zentrum sagte in tagesschau24, es handelte sich nicht um ein sehr gefährliches Beben. "Es ist ein Mechanismus des Bebens, wie er eigentlich keine großen Tsunamis auslöst", sagte Tilmann.

Frederik Tilmann, GeoForschungszentrum Potsdam, mit Einschätzungen zum Beben
Tagesschau24 15:00 Uhr, 02.03.2016

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Lage auf "Feuerring" begünstigt Erdbeben

Indonesien ist wegen seiner Lage auf dem sogenannten pazifischen "Feuerring", auf dem mehrere Erdplatten zusammentreffen, anfällig für Erdbeben. 2004 hatte nach einem heftigen Beben vor Sumatra ein Tsunami Indonesien und andere Länder der Region heimgesucht. Mehr als 170.000 Menschen kamen ums Leben. "Da gab es keine Warnkette und kein funtkionierendes Warnzentrum, das wurde danach aufgebaut", so Geoforscher Tilmann. Seitdem müsse sehr schnell eine Warnung herausgegeben werden. "Da hat sich extrem viel getan, Indonesien ist viel besser vorbereitet als 2004", so Tilmann.

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