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Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEO) hat in Proben aus einer von Israel bombardierten mutmaßlichen syrischen Atomanlage Spuren von Uran gefunden. Das geht aus einem IAEO-Bericht hervor, der jetzt in Wien an Diplomaten herausgegeben wurde.
[Bildunterschrift: Bilder von der angeblichen Atomanlage in Syrien vor (links vom 5. August 2007) und nach der Zerstörung. ]Israel griff die Anlage El Kibar im September 2007 an. In den USA wurde wiederholt der Verdacht geäußert, es könnte sich um eine geheime syrische Atomanlage gehandelt haben, die mit der Hilfe Nordkoreas errichtet worden sei. Syrien bestritt dies stets und erklärte, die Anlage werde militärisch nicht mehr genutzt.
Die jetzt gefundenen Uranpartikel stammen nach Ansicht der IAEO mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht von den abgefeuerten israelischen Raketen. Die Organisation bezweifelte damit die Darstellung Syriens, das Uran sei mit den israelischen Waffen ins Land getragen worden. Diplomaten erklärten bereits im November, das in der Anlage entdeckte Uran sei aufbereitet gewesen, was eine Verbindung zu einem geheimen Atomprogramm Syriens nahe lege.
Bereits im vergangenen Jahr hatten Inspektoren der Atombehörde bei einer Inspektion des Geländes Spuren von angereichertem Uran gefunden. Nun sei nochmals die doppelte Menge Uranpartikel gefunden worden, erklärte ein IAEO-Diplomat.
[Bildunterschrift: IAEO-Generalsekretär Mohammed ElBaradei erwartet mehr Transparenz vom Iran. ]
In einem weiteren Bericht bemängelt IAEO-Chef Mohammed El Baradei, dass die iranische Regierung bei der Beantwortung einiger Fragen zu ihrem Atomprogramm weiter "mauert". IAEO-Inspekteure hatten bei ihren Untersuchungen in der Vergangenheit mehrere Hinweise gefunden, die darauf hindeuten, dass Teheran entgegen seinen Versicherungen doch heimlich an der Entwicklung von Atomwaffen gearbeitet hat. Die iranische Regierung bestreitet dies.
Allerdings betonte ein hoher UN-Beamter auch, dass sich das Tempo beim Aufbau der iranischen Atomanlage "in den vergangenen Monaten beträchtlich verlangsamt hat". Über die Gründe dafür wollte der Experte nicht spekulieren.
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