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[Bildunterschrift: Blickt mit Sorge auf den Iran: IAEA-Chef Amano ]
Im Atomstreit mit dem Iran erhöht die Internationale Atomenergie-Agentur (IAEA) den Druck auf die Regierung in Teheran. Bei der Gouverneursratssitzung der Behörde in Wien sagte IAEA-Chef Yukiya Amano, es sei seine Aufgabe, die "Welt zu alarmieren", dass der Iran relevante Aktivitäten unternommen habe, um eine Atombombe zu bauen. Darauf weise der aktuelle Bericht der IAEA hin.
"Ich rufe den Iran zur unverzüglichen, substanziellen Zusammenarbeit mit der Atomenergie-Behörde auf und bitte darum, die geforderten Erklärungen zu einer möglichen militärischen Dimension des Atomprogramms zu liefern", so Amano. Zudem solle der Iran so bald wie möglich eine Untersuchungskommission einreisen lassen. Einen konkreten Zeitplan gibt es aber noch nicht.
Der jüngste IAEA-Report hatte in den vergangenen Tagen für internationale Spannungen gesorgt. China und Russland hatten den Bericht kritisiert und Sanktionen gegen den Iran abgelehnt. Daraufhin stieg die Sorge, dass Israel einen Präventivschlag gegen Irans Atomanlagen führen könnte, falls sich die Supermächte nicht auf ein gemeinsames Vorgehen gegen das iranische Atomprogramm einigen können. Israel fühlt sich durch eine mögliche iranische Atombombe direkt bedroht.
Die fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats und Deutschland einigten sich derweil auf eine vorläufige Resolution, die am Freitag verabschiedet werden soll. In dem Dokument äußern die sechs Staaten ihre "tiefe und steigende Besorgnis" über die Aktivitäten des Iran. Auch sie fordern die Regierung in Teheran auf, UN-Inspektoren ins Land zu lassen und mit ihnen zu kooperieren. Von Sanktionen sieht die Resolution jedoch ebenfalls ab.
Der Iran bestreitet dagegen weiterhin, an Atomwaffen zu arbeiten. Der Bericht der UN-Atombehörde sei einseitig und die Beweise von Geheimdiensten gefälscht, hieß es aus Teheran.
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