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23.02.2012

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Ausland
IAEA-Chef Amano besorgt über Irans Atomprogramm
Besorgnis über Irans Atomprogramm

IAEA-Chef alarmiert die Welt

Der Chef der IAEA, Yukio Amano (Foto: AFP) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Blickt mit Sorge auf den Iran: IAEA-Chef Amano ]
Im Atomstreit mit dem Iran erhöht die Internationale Atomenergie-Agentur (IAEA) den Druck auf die Regierung in Teheran. Bei der Gouverneursratssitzung der Behörde in Wien sagte IAEA-Chef Yukiya Amano, es sei seine Aufgabe, die "Welt zu alarmieren", dass der Iran relevante Aktivitäten unternommen habe, um eine Atombombe zu bauen. Darauf weise der aktuelle Bericht der IAEA hin.

"Ich rufe den Iran zur unverzüglichen, substanziellen Zusammenarbeit mit der Atomenergie-Behörde auf und bitte darum, die geforderten Erklärungen zu einer möglichen militärischen Dimension des Atomprogramms zu liefern", so Amano. Zudem solle der Iran so bald wie möglich eine Untersuchungskommission einreisen lassen. Einen konkreten Zeitplan gibt es aber noch nicht.

Angst vor israelischem Präventivschlag

Der jüngste IAEA-Report hatte in den vergangenen Tagen für internationale Spannungen gesorgt. China und Russland hatten den Bericht kritisiert und Sanktionen gegen den Iran abgelehnt. Daraufhin stieg die Sorge, dass Israel einen Präventivschlag gegen Irans Atomanlagen führen könnte, falls sich die Supermächte nicht auf ein gemeinsames Vorgehen gegen das iranische Atomprogramm einigen können. Israel fühlt sich durch eine mögliche iranische Atombombe direkt bedroht.

Sicherheitsexperte zu IAEA-Bericht:

Henning Riecke
Weitere Meldungen "Es gibt nur schmerzhafte Wege" Dem IAEA-Bericht zufolge hat der Iran alle Informationen, um eine Atombombe bauen zu können. Israel sei dadurch existenziell bedroht, sagt der Sicherheitsexperte Henning Riecke im Interview mit tagesschau.de. [mehr]

Auch UN-Sicherheitsrat "tief besorgt"

Die fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats und Deutschland einigten sich derweil auf eine vorläufige Resolution, die am Freitag verabschiedet werden soll. In dem Dokument äußern die sechs Staaten ihre "tiefe und steigende Besorgnis" über die Aktivitäten des Iran. Auch sie fordern die Regierung in Teheran auf, UN-Inspektoren ins Land zu lassen und mit ihnen zu kooperieren. Von Sanktionen sieht die Resolution jedoch ebenfalls ab.

Der Iran bestreitet dagegen weiterhin, an Atomwaffen zu arbeiten. Der Bericht der UN-Atombehörde sei einseitig und die Beweise von Geheimdiensten gefälscht, hieß es aus Teheran.

Audio: IAEA-Chef Amano blickt mit Sorge auf Iran

AudioJörg Paas, ARD-Hörfunkstudio Wien 18.11.2011 08:28 | 3'00
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Stand: 17.11.2011 21:04 Uhr
 

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