Atomkraftwerk Arak im Iran

IAEA-Atomwächter Iran hält sich weiter an Abkommen

Stand: 24.05.2018 17:35 Uhr

Laut der Internationalen Atomenergiebehörde hält sich der Iran weiter an die Auflagen des von den USA gekündigten Atomabkommens. Das hätten bisher alle Inspektionen bestätigt.

Wenige Wochen nach der Aufkündigung des Atomabkommens mit dem Iran hat die Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) erneut erklärt, dass sich das Land weiterhin an die Auflagen des Vertrags hält.

Dem Quartalsbericht der IAEA-Inspektoren zufolge liegt der Iran wie vorgesehen bei der Anreicherung von Uran unter dem 300 Kilogramm-Limit. An dem Schwerwasserreaktor Arak, der Plutonium produzieren könnte, sei wie vereinbart nicht weiter gebaut worden. Nach den Vereinbarungen des Abkommens darf der Iran atomare Technologie nur zu zivilen Zwecken einsetzen.

Der Chef der internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Yukiya Amano. | Bildquelle: FLORIAN WIESER/EPA-EFE/REX/Shutt
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IAEA-Direktor Amano bestätigte den reibungslosen Verlauf der Visiten.

Manche Zugänge nur verzögert gewährt

IAEA-Generaldirektor Yukiya Amano monierte zwar, dass der Iran den Inspektoren schneller Zugang zu den Einrichtungen einräumen könnte. Er betonte aber, dass alle Visiten reibungslos verlaufen seien. Zu den atombetriebenen Schiffen, die der Iran im Januar angekündigt hatte, habe die Regierung in Teheran präzisiert, dass es sich um zivile, keine militärischen Schiffe handeln werde.

Seit 2015 keine Verstöße

Das Atom-Abkommen war 2015 geschlossen worden, um den Bau einer iranischen Atombombe zu verhindern. Seitdem haben die Inspektoren keine Verstöße der islamischen Republik gegen die Auflagen festgestellt.

US-Präsident Donald Trump hatte es aber als Lüge bezeichnet, dass der Iran seine Verpflichtungen aus dem Abkommen erfülle. Offiziell kündigte die US-Regierung den Vertrag auf, weil es ihr nicht weit genug geht.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 24. Mai 2018 um 17:00 Uhr.

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