Hurrikan Patricia | Bildquelle: AFP

Hurrikan "Patricia" in Mexiko Geringer Schaden, noch keine Entwarnung

Stand: 24.10.2015 13:02 Uhr

Der Hurrikan "Patricia" hat sich über Mexiko abgeschwächt und bislang weniger Schaden angerichtet als befürchtet. Dennoch könnte er allein durch den Regen noch zu Erdrutschen und Überschwemmungen führen.

Von Michael Castritius, ARD-Studio Mexiko-Stadt

Die Gefahr ist noch nicht vorüber, auch wenn sich der Hurrikan naturgemäß über Land abschwächt. Von der Monster-Stärke 5 ist er bereits auf die Stufe eines "tropischen Tiefdruckgebiets" heruntergestuft worden. Aber er bringt immense Wassermassen mit, die er auf seinem langsamen Weg ausschüttet.

Die wirbelnde Front bewegt sich langsam nach Nordosten, Richtung Texas. Starkregen kann im bergigen Landesinneren Erdrutsche auslösen, anschwellende Flüsse bedrohen Ortschaften. Am aktivsten mexikanischen Vulkan Colima werden Lahare befürchtet: Schlamm- und Schuttströme, die aus der schweren Mischung von Asche und anderem eruptiven Material mit Wasser entstehen und durch die Schwerkraft hohe Sturzgeschwindigkeiten erreichen.

Und auch die Windgeschwindigkeit des Hurrikans liegt noch immer bei 120 Kilometern in der Stunde.

Sachschäden durch Sturm und Überflutungen

Als Hurrikan Patricia in der Abenddämmerung im Bundesstaat Jalisco die Küste erreichte, hatte er noch eine Windgeschwindigkeit von 305 Stundenkilometern, in Böen bis zu 380. Waagerecht peitsche er den Regen in die Ortschaften, meterhohe Wellen drückten zudem Meerwasser in die Straßen.

Hotelanlagen wurden überspült, LKW sind umgekippt, Bäume entwurzelt, Strommasten geknickt und Straßenschilder herausgerissen.

Hurricane "Patricia" schwächt sich über Mexiko ab
tagesschau 20:00Uhr, 24.10.2015, Kristin Becker, SWR

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Sicherheitswarnungen halfen

Hurrikan Patricia | Bildquelle: AFP
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Tausende Menschen waren in Notunterkünften untergebracht.

Die bisher registrierten Schäden aber sind weit niedriger als befürchtet werden musste. Todesfälle sind nicht bekannt geworden. Die Menschen hatten die Warnungen ernst genommen.

Tausende nutzten die 1200 sicheren Notunterkünfte, 15.000 Touristen waren rechtzeitig aus der Region gebracht worden.

Über Radio und Fernsehen, in sozialen Internetmedien und per Megafon in den Straßen war weitflächig informiert worden.

Leichte Schäden - verheerend für Ärmere

Auf Twitter war der Hashtag #huracanpatricia über Stunden führend in Mexiko. Erst gab es die Warnungen, Hinweise auf sichere Notunterkünfte und Informationen zum richtigen Verhalten, dann Gebete und Anteilnahme und schließlich Bilder, Videos und Töne.

Für eine Bilanz der Naturkatastrophe ist es noch zu früh. Der Tag ist in Mexiko noch jung, für viele Menschen war es ein böses Erwachen aus dem Alptraum der Nacht. Arme Mexikaner können auch leichte Verluste schwer ausgleichen. Landesweit sind für ihre Hilfe Sammelstellen eingerichtet worden.

Schäden nach Hurrikan "Patricia"
M., Castritius, ARD Mexiko
24.10.2015 12:51 Uhr

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