Ein Mann watet auf einer überfluteten Straße an völlig zerstörten Häusern auf der Karibikinsel Puerto Rico vorbei. | Bildquelle: AFP

Hurrikan "Maria" Es ist noch nicht vorbei

Stand: 22.09.2017 07:04 Uhr

Auf seinem zerstörerischen Weg durch die Karibik hat der Hurrikan "Maria" mindestens 18 Menschenleben gefordert. Bislang waren sieben Todesopfer bestätigt. Zuletzt hatte der Sturm auf der Insel Puerto Rico schwerste Schäden angerichtet.

Seit Tagen tobt der Hurrikan "Maria" über die Karibikinseln, erst nach und nach wird das volle Ausmaß der Schäden erkennbar. Die Zahl der Todesopfer stieg von sieben auf insgesamt 18. Andere Meldungen sprachen sogar von 32 Toten.

Der Regierungschef der Insel Dominica, Roosevelt Skerrit, sagte in einem Fernsehinterview, auf der Insel seien inzwischen die Leichen von 15 Opfern gefunden worden. Mindestens 20 Bewohner würden noch vermisst. Es wäre "ein Wunder", wenn die Zahl der Toten nicht noch steigen würde.

"Schlimmer als im Kriegsgebiet"

"Maria" war am Montag auf Dominica getroffen. Die Situation auf der Insel mit rund 72.000 Bewohnern "sei schlimmer als im Kriegsgebiet", sagte Skerrit weiter. Es gebe keine Wasser- und Stromversorgung und kaum Möglichkeiten der Kommunikation.

Zuvor hatte der Hurrikan bereits auf der Insel Guadeloupe schwere Schäden angerichtet. Hier kamen mindestens zwei Menschen ums Leben. Zwei weitere würden nach einem Schiffbruch immer noch vermisst, berichteten französische Medien unter Berufung auf die örtliche Präfektur.

Schwere Zerstörungen und Tote nach Hurrikan "Maria"
tagesschau 09:00 Uhr, 22.09.2017

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Trump ruft Katastrophenfall für Puerto Rico aus

Zuletzt war "Maria" mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 240 Kilometern pro Stunde über Puerto Rico hinweggefegt. Es war einer der schwersten Stürme in der Geschichte des US-Außengebiets. Es kam zu Überschwemmungen, Häuser wurden komplett zerstört, auf der gesamten Insel brach die Stromversorgung zusammen. Mindestens ein Mensch kam ums Leben.

Der Sturm fegt über Puerto Rico hinweg | Bildquelle: AFP
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Der Sturm riss Dächer von Häusern und Äste von den Bäumen.

US-Präsident Donald Trump hat für Puerto Rico inzwischen den Katastrophenfall ausgerufen. Die Insel sei "völlig ausgelöscht" worden. Bereits am Mittwoch hatte Trump Bundesmittel für die finanzielle Unterstützung Puerto Ricos freigegeben. Mit dem Geld sollen Notunterkünfte eingerichtet und versorgt sowie zerstörte Häuser repariert werden.

Bis Samstag gilt auf der Insel eine nächtliche Ausgangssperre, um Rettungskräften den Zugang zu betroffenen Gebieten zu erleichtern und die öffentliche Ordnung aufrecht zu erhalten.

Dominikanische Republik wird nicht direkt getroffen

Der Sturm der Stärke 3 bewegt sich nun nordostwärts Richtung Bahamas, teilte das Nationale Hurrikan-Zentrum der USA mit. Über dem Meer gewinnt "Maria" wieder an Kraft. Unklar sei noch, ob der Wirbelsturm am Wochenende auf das US-Festland treffen werde.

Vom Tropensturm zum Hurrikan

Tropische Wirbelstürme entstehen über dem Meer, wenn das Wasser mindestens 26 Grad warm ist und stark verdunstet. Ihre Stärke wird nach der von den Meteorologen Herbert Saffir und Robert Simpson entwickelten Skala eingeteilt. Demnach ist in den USA bei einer maximalen Windgeschwindigkeit unter 63 Kilometern pro Stunde von einem Tropentief die Rede. Bei Tempo 63 bis 118 gilt es als Tropensturm, darüber wird Hurrikanstärke erreicht. Ein Hurrikan der Kategorie 1 reicht bis Tempo 153. Stufe 2 gilt bis 177, Stufe 3 bis 208 und Stufe 4 bis 251 Kilometer pro Stunde. Hurrikans der höchsten Kategorie 5 haben eine Windgeschwindigkeit von mehr als 252 Kilometern pro Stunde.

Hurrikane erzeugen zwar enorme Windgeschwindigkeiten, bewegen sich aber oft nur mit etwa 15 Kilometern in der Stunde vorwärts. Das ist verheerend, weil Niederschläge dann stunden- oder tagelang auf fast dasselbe Gebiet niederprasseln.

Oft nehmen Wirbelstürme bei ihrem Zug über das Meer an Stärke zu. Über Land verlieren sie schnell an Kraft, da der Nachschub feuchtwarmer Luftmassen fehlt. Bei Windgeschwindigkeiten unter 120 Kilometern pro Stunde wird ein Hurrikan zu einem Tropensturm herabgestuft.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 20. September 2017 um 20:00 Uhr.

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