Der Sturm "Maria" in San Juan, Puerto Rico | Bildquelle: AFP

Hurrikan in der Karibik "Maria" erreicht Puerto Rico

Stand: 20.09.2017 15:28 Uhr

Der Wirbelsturm "Maria" ist im US-Außengebiet Puerto Rico rund 50 Kilometer von der Hauptstadt San Juan entfernt auf Land getroffen. In dem Hurrikan der Kategorie vier wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 Kilometern pro Stunde gemessen.

Angekündigt war einer der schwersten Wirbelstürme der Geschichte Puerto Ricos - nun ist der Hurrikan "Maria" angekommen. Zu befürchten sind stundenlange Orkanböen, Sturmfluten und sintflutartiger Regen.

Satellitenbilder und Daten von Wetterstationen auf der Insel zeigten, dass das Auge des Hurrikans am frühen Morgen nahe der Stadt Yabucoa auf Land getroffen sei, teilte das US-Hurrikanzentrum mit. Die Stadt befindet sich rund 50 Kilometer südöstlich von San Juan. Der Hafen von Yabucoa meldete zunächst Windgeschwindigkeiten von 96 Stundenkilometern mit Böen von bis zu 182 Stundenkilometern. Anderen Meldungen zufolge betrug die Windgeschwindigkeit später bis zu 250 Kilometern pro Stunde.

Eine Notunterkunft in San Juan, Puerto Rico | Bildquelle: AFP
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Eine Notunterkunft in San Juan, der Hauptstadt von Puerto Rico

Warnung des Gouverneurs

Gouverneur Ricardo Rosselló hatte die Bewohner zuvor dazu aufgerufen, sich schnellstmöglich in Sicherheit zu bringen. "Maria" werde der schlimmste Hurrikan sein, der die Insel in ihrer jüngsten Geschichte getroffen habe, so Rosselló.

Die Regierung Puerto Ricos richtete 500 Notunterkünfte auf der ganzen Insel ein. Rosselló teilte auf Twitter mit, dass bislang 10.059 Menschen und 189 Haustiere in den bereitgestellten Unterkünften gezählt worden seien.

Puerto Rico bereitet sich auf Wirbelsturm "Maria" vor
tagesschau 12:00 Uhr, 20.09.2017, Alexander Stein, SWR

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Trump erklärt den Notstand

In Gefahr sind alle dreieinhalb Millionen Puerto Ricaner. Meteorologen gehen aber davon aus, dass der Osten der Insel am stärksten betroffen sein wird. Bewohner müssen damit rechnen, dass ihre Häuser zerstört werden. Rettungskräfte sind aufgefordert, sich bei Windgeschwindigkeiten von 80 Kilometern pro Stunde selbst in Sicherheit zu bringen.

US-Präsident Donald Trump erklärte den Notstand, damit möglichst schnell finanzielle und personelle Hilfen aus den USA eintreffen können. Trump bezeichnete "Maria" auf Twitter als "Monster-Hurrikan". Den Puerto Ricanern sprach er seine Unterstützung aus. "Seid vorsichtig, wir sind mit unseren Herzen bei euch - und werden da sein, um zu helfen."

Tote auf Guadeloupe, Verwüstungen auf Dominica

Der Sturm hatte auf seinem Zug durch die Karibik bereits schwere Verwüstungen auf der Insel Dominica und im französischen Überseegebiet Guadeloupe angerichtet. Auf Dominica gab es nach Angaben eines Beraters von Ministerpräsident Roosevelt Skerrit sieben bestätigte Todesfälle. Bäume knickten um, Häuser wurden beschädigt und Straßen überflutet. "Wir haben alles verloren, was man mit Geld kaufen und ersetzen kann", schrieb Premier Skerrit auf Facebook. Er sprach von "großflächiger Zerstörung".

Auf Guadeloupe sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Zwei weitere würden nach einem Schiffbruch immer noch vermisst, berichteten der Sender Franceinfo und andere französische Medien unter Berufung auf die örtliche Präfektur. Ein Opfer sei von einem umstürzenden Baum erschlagen worden. Eine andere Person sei an der Küste gestürzt.

Der Sturm "Maria" auf der Insel Guadeloupe in der Karibik | Bildquelle: AFP
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Der Sturm "Maria" auf der Insel Guadeloupe in der Karibik

Aufräumarbeiten nach "Irma" dauerten noch an

Auf Bildern aus Guadeloupe waren zahlreiche umgeknickte Bäume zu sehen. 80.000 Haushalte waren laut Präfektur zunächst ohne Strom.

Erst kürzlich war Hurrikan "Irma" durch die Karibik gezogen und hatte unter anderem auf Barbuda sowie im US-Bundesstaat Florida erhebliche Verwüstungen hinterlassen. Mehrere Menschen kamen ums Leben. In vielen Gebieten dauern die Aufräumarbeiten noch an, während sich die Menschen nun für den nächsten Sturm wappnen müssen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 20. September 2017 um 12:00 Uhr.

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